Jährlich vergibt die französische France Football den Ballon d'Or, die Trophäe für den besten Fußballer des Kalenderjahres. Von Sportjournalisten rund um den Globus gewählt, erhalten nur die Größten diese Auszeichnung. Nachdem 90min die Reise im Jahr 2000 begann und die Rahmenbedingungen erläuterte, folgt nun das Jahr 2001.


Während auch 2001 fast ausschließlich Offensivspieler in den Top-Ten zu finden waren, schaffte es ein Torhüter sogar auf das Treppchen - als einziger Sieger der damaligen Champions League in der Rangliste. An der Spitze landete ein Spieler, dessen Stern genauso schnell verglühen sollte, wie er aufgegangen war.


5. Francesco Totti - AS Rom

Claudio Villa Archive

785 Spiele machte Francesco Totti während seiner Vereins-Karriere und jedes einzelne davon für die AS Rom. Wie kein Zweiter verkörperte er über Jahre das Bild des loyalen Profis. 2001 reichte es für den damals 25-jährigen Italiener immerhin zu Platz fünf - er bekam 57 Punkte.


4. David Beckham - Manchester United

Wie der Sieger des Jahres 2001 stand auch der sich damals im besten Fußballer-Alter befindliche David Beckham für einen Aufbruch in der englischen Nationalmannschaft. Mit 102 Punkten verpasste er das Podium nur knapp.


3. Oliver Kahn - FC Bayern München

Der Titan half mit spektakulären Paraden mit, den Titel in der Champions League 2001 nach München zu holen. Besonders im Elfmeterschießen im Finale mit dem FC Bayern gegen den FC Valencia zeichnete er sich aus. Zur Belohnung durfte er sich mit 114 Punkten über den dritten Platz freuen.


2. Raúl - Real Madrid

Der ewige Raúl stand in 741 Spielen für Real Madrid auf dem Feld und sammelte dabei überragende 434 Torbeteiligungen. Zwar musste er sich 2001 mit Platz zwei begnügen, doch dauerte seine Karriere über Jahre auf höchsten Niveau an - im Gegensatz zu der des Siegers. Raúl bekam 140 Punkte.


1. Michael Owen - FC Liverpool

Michael Owen wurde zu Beginn seiner Laufbahn sofort in den Rang eines kommenden Weltstars erhoben. Mit 18 Jahren feierte der Stürmer bereits 1998 sein Debüt in der englischen Nationalmannschaft. 2001 wurde ihm mit 176 Punkten sogar der begehrte Ballon d'Or verliehen. Sein Tempo und seine Zielstrebigkeit waren zu der Zeit einzigartig. Doch spätestens mit seinem Wechsel 2004 vom FC Liverpool zu Real Madrid schien seine Entwicklung zu stagnieren. Auch durch viele Verletzungen geplagt konnte er danach nie wieder an seine ursprüngliche Form anknüpfen.