Viel Bewegung auf der Torwart-Position beim FC Augsburg: Nach Andreas Luthe verlässt auch Fabian Giefer den FCA - der 30-Jährige wechselt zum Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers. Indes steht Neuzugang Rafal Gikiewicz neben Tomas Koubek im Kader. Ist der FCA für die nächste Saison gewappnet?


Andreas Luthe und der FC Augsburg haben sich gemeinsam auf eine Auflösung seines bis 2022 datierten Vertrags geeinigt, damit sich der Keeper dem 1. FC Union Berlin anschließen kann. Nach dem Transfer von Rafal Gikiewicz soll Tomas Koubek, erst im vergangenen Sommer für ganze acht Millionen Euro von Stade Rennes gekommen, als Nummer zwei fungieren - heißt für Luthe, dass er keine Rolle mehr gespielt hätte, weshalb er nun in die Hauptstadt wechselt.


Der 33-Jährige erklärte, der Verein habe ihm "in offenen und ehrlichen Gesprächen die zukünftige Ausrichtung des FCA dargelegt", die er schlussendlich nachvollziehen könne. Nun sei für ihn der richtige Zeitpunkt bekommen, "um ein neues Kapitel in meiner Laufbahn einzuschlagen", so der Keeper auf der Vereins-Homepage weiter.


Luthe und Giefer verlassen Augsburg: FCA im Tor trotzdem gut aufgestellt


Sich im Abschied anschließen wird sich Fabian Giefer. Der erfahrene Torwart, der bereits für einige Bundesliga-Teams auflaufen durfte, wird sich dem Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers verpflichten: "Ich freue mich sehr auf die Kickers, vor allem auf die Aufgaben, die dort zusammen mit der jungen Mannschaft neben und auf dem Platz auf mich warten." Seit dem Sommer 2017 stand Giefer im Dienst der Augsburger, nachdem er für etwa 750.000 Euro von Schalke 04 aus wechselte.


Kickers-Coach Michael Schiele bezeichnete ihn als "herausragenden Torhüter", den er bereits "seit seiner Zeit bei Bayer Leverkusen verfolge". Zudem sei er sich sicher, dass Giefer "seine Qualitäten wieder auf dem Platz zeigen wird" (via Sky Sports). Im Fokus steht die Erfahrung, mit der der 30-Jährige dem jungen Team, das sich in der 2. Bundesliga halten möchte, aushelfen soll.


In Augsburg bleiben somit die beiden Torhüter-Optionen mit Gikiwiecz und Koubek. Während der Neuzugang mit Union Berlin hat beweisen können, dass er die Qualitäten für einen Stammplatz in der ersten Liga hat, stand Koubek regelmäßig in der Kritik: Bis zum 24. Spieltag war er die Nummer eins, wurde vor allem durch Ex-Trainer Martin Schmidt verteidigt. Zehn der letzten elf Spiele saß er jedoch ohne Einsatzminuten auf der FCA-Bank.


Für das allgegenwärtige Ziel des Klassenerhalts sollte die Keeper-Position in Augsburg keine Schwachstelle sein. Beide Torhüter haben bekannte Stärken, die sie in den Fokus stellen wollen. Auch wenn Gikiwiecz (nahezu im ablösefreien Tausch mit Luthe) die Nase als externer Transfer zunächst vorne haben sollte, besteht für Koubek selbstverständlich die Möglichkeit, sich den Stammplatz zurückzuerobern. Im Hintergrund wartet auch noch der 21-jährige Nachwuchs Benjamin Leneis, der seit 2015 in der Jugend der Augsburger spielt.