Borussia Mönchengladbach kann nach dem bitteren Achtungserfolg gegen Real Madrid gleich das nächste Ausrufezeichen setzen, denn am Samstagabend empfängt der VfL in der Bundesliga den Tabellenführer RB Leipzig. Dabei gilt es für die Fohlen, einige Spieler zu schonen und gleichzeitig eine rabenschwarze Serie zu beenden.


Das letztlich enttäuschende 2:2 gegen Real zeigte nicht nur, dass die Borussia im Konzert der Großen mehr als mithalten kann. Denn die allerletzte Abgebrühtheit fehlt dem Team von Trainer Marco Rose noch, um in den entscheidenden Momenten zuzuschlagen.

Am Samstag bietet sich gegen Leipzig die Gelegenheit, einen weiteren Entwicklungsschritt zu tätigen, denn gegen die Sachsen konnte man in bisher acht Aufeinandertreffen nicht einen Sieg verbuchen und nur dreimal Remis spielen. Nachdem die Leipziger beim 0:5 unter der Woche in Manchester baden gingen und am kommenden Mittwoch die Top-Stars von Paris St. Germain empfangen, stehen die Vorzeichen für einen ersten Triumph der Fohlen günstig.


Rose will "frische Mannschaft auf den Platz bringen" - erneuter Auftritt von Reitz?


Doch nicht nur die Leipziger werden sich ihre Kräfte einteilen wollen, denn auch die Borussia hat in der kommenden Woche mit dem Gastspiel in Donezk am Dienstag und dem kleinen Derby am darauffolgenden Sonntag in Leverkusen kein leichtes Programm. Auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Sachsen kündigte Marco Rose deshalb an, eine Rotation anzustreben.

"Wir haben schon oft gesehen, dass wir jeden einzelnen Spieler aus dem Kader brauchen. Inwiefern wir für Samstag wechseln werden, kann ich noch nicht sagen. Wir werden versuchen, eine frische Mannschaft auf den Platz zu bringen, die gut funktioniert", so der Trainer der Borussia.

Nachdem Rocco Reitz bei seinem Liga-Debüt am vergangenen Spieltag in Mainz direkt in der Startelf stand, spricht nichts dagegen, das "Adlerauge" auch gegen Leipzig zu bringen. Die gegen Real erst spät in die Partie gekommenen Herrmann, Wolf und Embolo könnten ebenso von Beginn an Betrieb machen.

Denis Zakaria wird noch keine Option sein, hier muss man einfach abwarten. Lazaro und Beyer befinden sich wieder im Training, Letzterer wird aber noch ein zwei Wochen brauchen. Valentino Lazaro hingegen könnte eine Wechseloption gegen Leipzig sein. "Valentino ist im Mannschaftstraining. Über Kurzeinsätze müssen wir ihn jetzt integrieren. Nach seiner Verletzung darf er aber nicht zu früh zu viel machen", erklärte Rose.


Valentino Lazaro könnte eine Option für Leipzig werden

In der Abwehr wird Rose wenig verändern, einzig Wendt wäre ein Kandidat. Ob er gegen die starken Flügelspieler der Sachsen jedoch den mit einer eher suboptimalen Geschwindigkeit versehenen Schweden bringen wird, ist fraglich. Eine Dreierkette mit Elvedi, Ginter und Bensebaini wäre auch denkbar, dann allerdings wäre Wendt auf der linken Bahn alternativlos.

Daher wird Rose vor Yann Sommer eine Viererkette aufbieten, die mit Lainer, Ginter, Elvedi und Bensebaini bestückt sein wird. In der Zentrale sollten Reitz und Kramer starten - Neuhaus würde eine Pause bekommen. Alassane Plea scheint als Sturmspitze gesetzt zu sein, dahinter könnten sich Herrmann, Embolo und der Ex-Leipziger Wolf austoben - Hofmann, Stindl und Thuram würden dann pausieren.


Die voraussichtliche Gladbach-Aufstellung gegen Leipzig:


So könnte Gladbach gegen Leipzig starten