Der VfB Stuttgart hat einen tollen Saisonstart hinter sich und kaum Grund, sich zu beklagen. Einzig die leicht angespannte Situation in der Hintermannschaft dürfte Pellegrino Matarazzo derzeit eine kleine Sorgenfalte auf die Stirn treiben.


Mit Konstantinos Mavropanos (Knie-OP), Waldemar Anton (Bänderverletzung im Sprunggelenk) und Marc Oliver Kempf (Ohrverletzung) fallen dieser Tage drei gelernte Innenverteidiger der Schwaben aus - wobei Kempf nach seiner Auswechslung gegen den 1. FC Köln wohl schon im kommenden Spiel gegen den FC Schalke wieder auf dem Platz stehen wird. "Ich glaube nicht, wie ich ihn kenne, dass es etwas gibt, das einem Einsatz auf Schalke im Weg steht. Der Junge ist einiges gewohnt", erläuterte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat gegenüber dem kicker.


Auch Anton, der nach seinem Wechsel von Hannover 96 einen prima Start im Ländle erwischt hat und laut Mislintat ein "harter Hund" ist, könnte am Freitagabend wieder zur Verfügung stehen: "Man hat die leise Hoffnung, dass es für Schalke reichen könnte. Er arbeitet wahnsinnig hart dafür, so schnell wie möglich zurückzukommen." Sehr wahrscheinlich ist ein Einsatz des Deutsch-Usbeken aber nicht.


VfB Stuttgart mit "genügend Möglichkeiten, das Problem innerhalb der Gruppe zu lösen"


Und so muss der VfB weiterhin hoffen, dass in der Defensive nichts Gravierendes mehr passiert und kein weiterer Ausfall vor dem Schalke-Spiel hinzu kommt. Doch selbst für diesen ungünstigen Fall der Fälle, planen die Stuttgarter weiterhin ohne Holger Badstuber. Der 31-Jährige wurde im Sommer bekanntlich zur VfB-Reserve abgeschoben, wo er bislang sechsmal in der Regionalliga zum Einsatz gekommen war.

Dabei wird es allerdings auch bleiben - eine Rückkehr zu den Profis ist auch bei weiteren Ausfällen nicht vorgesehen. "Dieser Gedanke ist sehr weit weg. Holger bleibt immer im Kreis der ersten Mannschaft. Aber er spielt in der zweiten Mannschaft", so Mislintat, der darauf hinweisen wollte, dass es andere Optionen gäbe, um Verletzungen aufzufangen - etwa "Antonis Aidonis oder Wataru Endo, den man von der Sechs nach hinten ziehen könnte. Obwohl wir drei Verletzte haben, gibt es also immer noch genügend Möglichkeiten, das Problem innerhalb dieser Gruppe zu lösen."