Nach der Saison ist vor der Saison. Dieser Spruch gilt natürlich auch - und in diesem Jahr ganz besonders - für den SV Werder Bremen. Denn nach dem so gerade eben vermiedenen Abstieg in die Zweite Liga soll es in der kommenden Spielzeit nach Möglichkeit wieder aufwärts gehen. Hilfreich dabei ist sicherlich, dass einige der möglichen Verkaufskandidaten nun bereits ihren Willen erklärt haben, dem Verein die Treue zu halten. Zuletzt Verteidiger Ludwig Augustinsson.


Und wie schon zuvor Davy Klaassen und Maxi Eggestein. Bei beiden gab es zarte Gerüchte, dass sie den Verein verlassen und somit dringend benötigtes Kapital für Neuverpflichtungen in die ziemlich leeren Kassen spülen könnten. Doch das Mittelfeld-Duo bleibt (vorerst) an der Weser. Ihnen angeschlossen hat sich nun auch ihr schwedischer Verteidigerkollege Ludwig Augustinsson.


Wiedergutmachung für die letztjährige Horror-Saison


Augustinsson, der mit seinem Tor zum 2:1 für Werder im Rückspiel der Relegation gegen den FC Heidenheim endgültig alle Bremer Nerven beruhigte (auch wenn der Zweitligist in der Nachspielzeit noch zum 2:2 kam), kann jetzt auch alle Fans beruhigen, die einen vorzeitigen Abgang des Skandinaviers befürchten. "Ich bin sehr glücklich in Bremen. Ich habe überhaupt nicht daran gedacht, Werder zu verlassen", wird er vom Weserkurier zitiert. Der Grund dafür - denkbar einfach: "Ich möchte es mit dem Team unbedingt besser als in der letzten Saison machen."


Gerade hat Augustinsson zum 2:1 für Werder gegen Heidenheim getroffen -und dreht jubelnd ab!

Wiedergutmachung also für eine nervenaufreibende Spielzeit. Das kennen wir auch von anderen Klubs und Spielern in der Vergangenheit - nimmt Augustinssons Aussagen aber auch nichts an ihrer Glaubwürdigkeit. Wie sehr dem Schweden der Stress im letztjährigen Saisonfinale aufs Gemüt geschlagen sein muss, zeigt schon folgende Anekdote: "Ich bin noch einige Tage danach aufgewacht, weil ich geträumt habe, dass ich nicht getroffen hätte“, berichtet er von der Zeit unmittelbar nach seinem Treffer ins leere Tor der Heidenheimer, der die Latte noch streifte. "Der Ball sollte zwar hoch kommen, aber nicht so hoch. Ein wenig flacher wäre besser für mein Herz gewesen."