Der FC Bayern München macht ganz offenbar ernst in der Personalia Achraf Hakimi. Der von Real Madrid an Borussia Dortmund ausgeliehene marokkanische Nationalspieler soll einem Bericht der spanischen as zufolge eines der prioritären Transferziele der Münchener für die kommende Spielzeit sein. Doch der deutsche Rekordmeister ist nicht der einzige Prätendent.


Vor zwei Jahren vereinbarten der spanische Rekordmeister und der BVB eine Leihe des damals 19-Jährigen. Der in Madrid geborene Hakimi wusste zwar bei seinen damals noch sporadischen Einsätzen für die Königlichen durchaus zu überzeugen - allein: an Dani Carvajal kam der Youngster seinerzeit dauerhaft nicht vorbei. Und an dieser Gemengelage hat sich im Wesentlichen nicht viel geändert.


Unter Zidane bleibt Carvajal einer der wenigen gesetzten Spieler im Kader der Blancos. Hakimi müsste sich hier einem neuerlichen Konkurrenzkampf mit dem 24-fachen spanischen Nationalspieler stellen. Seine Zweifel darüber, ob er dies auch wirklich will, soll er dem Bericht nach auch schon den Verantwortlichen im Bernabéu-Stadion übermittelt haben. Die aber wollen (und können) ihm natürlich keine Stammplatz-Garantie geben. Da sein Vertrag mit den Spaniern noch bis 2023 datiert ist, sind alternative Lösungen gefragt.


Der Herr der rechten Außenbahn bei Real Madrid: Dani Carvajal

Eine Ausweitung der Leihe und somit ein Verbleib im Dortmunder Signal Iduna Park scheint für Hakimi dabei laut as keine wirkliche Option zu sein. Der Spieler, dem Talentestatus mittlerweile entwachsen, will endlich in einem festen Projekt mitwirken und keine bloße Übergangslösung mehr darstellen. Darüber hinaus könnten die Westfalen wohl auch kaum mit der Offerte ihres bayrischen Rivalen mithalten.


Denn wie die as berichtet, soll Hakimi in München bis zu sieben Millionen Euro jährlich einstreichen - netto! Das verdient in Dortmund nicht mal ein Marco Reus oder Mats Hummels. Doch vorher müssten sich noch beide Vereine einig werden. Die Madrilenen erhoffen sich von einem Transfer einen Betrag um die 60 Millionen. Sicherlich kein Pappenstiel - aber auch keine prohibitive Summe für die Bayern. Zumal sie sich in den vergangenen Jahren mit großen Transfers (von Lucas Hernández mal abgesehen) eher zurückgehalten haben.


Auch Inter und Manchester United an Hakimi interessiert


Doch sollten sie auch nicht allzu lange überlegen, die Macher an der Säbener Straße. Denn auch in anderen Ligen ist Hakimi gefragt. So sollen sich dem spanischen Fachblatt zufolge auch Inter Mailand und Manchester United Hoffnungen auf eine Verpflichtung von Hakimi machen. Auch über ein Interesse seitens des anderen Klubs aus Manchester sowie von Chelsea und Tottenham wurde zuletzt berichtet.


In der Gunst des Spielers soll die Münchener Offerte aber vor der der Engländer rangieren. In der Bundesliga fühlt sich der Marokkaner mittlerweile sehr wohl - und mit dem FC Bayern München würde er für einen Klub spielen, der alljährlich um die ganz großen Titel im europäischen Fußball mitspielt. Die italienische Option hingegen soll diejenige sein, die den Spieler am wenigsten reizt.


Hakimi fühlt sich wohl in Deutschland


Wohin er am Ende auch geht: der Verhandlungspoker um Achraf Hakimi wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Allerdings spricht aktuell vieles dafür, dass die Münchener am Ende tatsächlich das Rennen machen. Denn Hakimi, der den deutschen Fußball mittlerweile bestens kennt und somit keine Eingewöhnungsprobleme hätte, würde den Bayern auf der rechten Außenbahn dasselbe geben, wie Alphonso Davies in dieser Spielzeit auf links: einen dynamischen, sehr offensiv orientierten Außenverteidiger, der sich permanent ins Angriffsspiel einschaltet. Gegenüber Benjamin Pavard wäre Hakimi als klares Upgrade zu bezeichnen.