Im vergangenen Sommer wechselte Fiete Arp vom Hamburger SV zum FC Bayern München. Beim deutschen Rekordmeister spielte der 20-jährige Angreifer bislang kaum eine Rolle, weshalb er von vielen Fans bereits als Fehleinkauf abgestempelt wurde. Die jüngsten Trainingsleistungen des Stürmers geben jedoch Grund zur Hoffnung, dass der Youngster in München doch noch Fuß fassen kann.


Seine erste Saison beim FC Bayern hatte sich Arp sicherlich ganz anders vorgestellt. Nachdem der U19-Nationalspieler die komplette Vorbereitung absolviert und sein Potenzial durchaus angedeutet hatte, verpasste er den Großteil der Hinrunde krankheits- und verletzungsbedingt. Im Februar erkämpfte sich der Rechtsfuß zunächst einen Stammplatz bei der U23 und erzielte in den letzten beiden Ligaspielen vor der coronabedingten Zwangspause jeweils einen Treffer.


"Fiete macht es hervorragend" Bayern-Coach Hans-Dieter Flick

"Fiete macht es hervorragend. Ich habe lang mit ihm gesprochen, er hat viele Einsätze in der U23. Das ist jetzt sein Weg, dort Spielpraxis zu sammeln", sagte Cheftrainer Hans-Dieter Flick Anfang März über den einstigen HSV-Shootingstar. Bis zu den Profis sei es für den 20-Jährigen allerdings noch "ein weiter Weg", führte der Übungsleiter weiter aus. "Wir unterstützen ihn aber."


Bei den jüngsten Trainingseinheiten konnte Arp offenbar an seine zuletzt aufsteigende Form anknüpfen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, ging der Stürmer topmotiviert und gut gelaunt zu Werke. Bei der Einheit am Dienstag zeigte sich der Angreifer zudem äußerst treffsicher. Der 20-Jährige dürfte damit auch wichtige Pluspunkte im Konkurrenzkampf mit Joshua Zirkzee sammeln.


Erzielte in fünf Ligaspielen drei Treffer: Joshua Zirkzee

Der Niederländer hatte sich seit Dezember mit drei Bundesliga-Treffern in den Vordergrund gespielt und durfte an den letzten beiden Spieltagen jeweils von Beginn an auflaufen. Anders als Arp soll der 18-Jährige bei den Trainingseinheiten in den vergangenen Wochen einen etwas unmotivierten Eindruck hinterlassen und nicht wirklich überzeugt haben, weshalb sich der Ex-Hamburger wohl durchaus Hoffnungen auf den Platz hinter Robert Lewandowski machen darf.


Ob sich Arp als dauerhafter Backup für den polnischen Torjäger etablieren kann, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Der 20-Jährige scheint nach seinem schwierigen Start beim FC Bayern zumindest auf einem guten Weg zu sein.