In den letzten fünf Jahren konnte Borussia Dortmund nur zwei von zehn Bundesliga-Duellen gegen den FC Bayern gewinnen. Letztmals setzte sich Schwarz-Gelb vor fast genau zwei Jahren mit 3:2 im Signal Iduna Park durch.


Die Machtverhältnisse in der Bundesliga schienen sich in der Saison 2018/19 verschoben zu haben. Nach sieben Siegen in den ersten sieben Pflichtspielen begann der FC Bayern unter Niko Kovac zu straucheln, Borussia Dortmund blühte dagegen unter Lucien Favre auf. Vor dem direkten Aufeinandertreffen am elften Spieltag lag der BVB mit vier Punkten Vorsprung auf den FCB und Borussia Mönchengladbach an der Tabellenspitze, dank des 3:2-Heimsieges sollte dieser sogar auf sieben Punkte anwachsen.


Am 10. November 2018 feierte Lucien Favre im 14. Bundesligaspiel gegen den FC Bayern seinen fünften Sieg

Zum damaligen Zeitpunkt war die Dreierkette in Dortmund noch kein Thema. Die Hausherren begannen in einem 4-2-3-1 mit Roman Bürki im Tor und Lukasz Piszczek, Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou und Achraf Hakimi in der Viererkette. Auf der Doppelsechs durfte sich Julian Weigl neben Axel Witsel einreihen, während in der Offensive Jadon Sancho, Marco Reus und Jacob Bruun Larsen hinter Mario Götze, der anstelle von Paco Alcácer in der Sturmspitze begann, lauerten.

Der FC Bayern lief ebenfalls in einem 4-2-3-1 auf. Vor Manuel Neuer formierte sich die Defensive aus Joshua Kimmich, Mats Hummels, Jerome Boateng und David Alaba, im defensiven Mittelfeld spielten Leon Goretzka und Javi Martinez. Die offensive Dreierreihe bestand aus Serge Gnabry, Thomas Müller und Franck Ribéry und in der Sturmspitze war Robert Lewandowski gesetzt.


Reus und Alcácer bringen den BVB auf die Siegerstraße


Lewandowski war es auch, der die Bayern im ersten Durchgang per Kopf in Führung gebracht hatte (26.), die intensive Partie nahm allerdings erst in Durchgang zwei so richtig Fahrt auf: In der 49. Minute erzielte Marco Reus per Foulelfmeter den Ausgleich, nur drei Minuten später stellte Lewandowski den Vorsprung für die Münchner wieder her. Den Schlusspunkt setzten allerdings die Hausherren aus Dortmund: In Minute 67 erzielte Reus den erneuten Ausgleich, sechs Minuten später markierte Joker Alcácer das Siegtor zum 3:2.


Gehörte in dieser Saison zu den besten BVB-Akteuren: Paco Alcácer

Gemeinsam mit Überflieger Jadon Sancho waren Reus und Alcácer zwei Schlüsselspieler für den BVB in dieser Saison. Kapitän Reus, der erstmals wieder den Großteil einer Saison verletzungsfrei bleiben sollte, bestach mit 17 Bundesligatoren und 11 Vorlagen, Sancho lieferte neben 12 eigenen Treffern 17 Assists und Alcácer erzielte in 26 Partien 18 Tore.

In der internen Torschützenliste belegte der Spanier damit den Spitzenplatz, nach einer schwachen Hinrunde in der darauffolgenden Saison wurde er allerdings an den FC Villarreal abgegeben. Mittlerweile ist Erling Haaland der Torjäger vom Dienst, in 28 Pflichtspielen erzielte der 20-jährige Norweger 26 Tore.


Kassiert Dortmund die nächste Klatsche?


In Top-Form kann Haaland auch den Bayern gefährlich werden - doch dafür benötigen die Dortmunder am Samstag einen Sahnetag. Die Bilanz der letzten drei Bundesligaspiele macht jedenfalls wenig Hoffnung: Auf ein 0:5 im April 2019 folgte ein 0:4 im November desselben Jahres, das meisterschaftsentscheidende Duell im Mai 2020 endete 0:1.