Der Zoff um die Vertragsverlängerung geht in die nächste Runde! Nachdem David Alaba bereits auf der Pressekonferenz am Montagmittag von seiner großen Enttäuschung gegenüber dem FC Bayern sprach, erhob er im Gespräch mit Sky Sport weitere Vorwürfe gegen seinen Arbeitgeber und bemängelte vor allem die fehlende Wertschätzung seines Klubs.


Als die Vertragsgespräche vor knapp einem Jahr starteten, weit und breit keine Spur von Corona, driftete der Poker bereits in die falsche Richtung ab, meint Alaba. "Mir wurde ein Vertrag vorgelegt, in dem mir Anerkennung und Wertschätzung nicht gegeben wurden. Zu einem Zeitpunkt, der relativ spät war. Das hat mich sicherlich enttäuscht."


Neben den finanziellen Meinungsdifferenzen war es vor allem die fehlende Aktivität der Verantwortlichen, die den Österreicher ins Grübeln brachte: "Ich habe schon öfter hier beim FC Bayern verlängert und man hat eigentlich immer schon früher über eine Vertragsverlängerung gesprochen. Das war diesmal nicht der Fall, das war relativ spät", berichtet der 28-Jährige. "Ich habe mir schon Gedanken gemacht, dann kamen sie mit dem ersten Angebot und ich habe mir wieder Gedanken gemacht, weil der Respekt und die Anerkennung einfach nicht da waren. "


FC Bayern plante Tauschgeschäft mit Alaba


Den absoluten Super-GAU bildete dann ein angestrebtes Tauschgeschäft der Bayern. "Nach dem zweiten oder dritten Gespräch erhielt ich einen Anruf und wurde gefragt, wie ich mir einen Tausch vorstellen würde. Da habe ich mir gesagt: 'Ok, das ist vielleicht irgendwo ein Schlag ins Gesicht'", erklärt Alaba.


Fehlende Anerkennung: Das angebotene Tauschgeschäft brachte Bayern-Profi Alaba auf die Palme

Nachdem Präsident Herbert Hainer am Sonntagabend im BR-Fernsehen den Rückzug aus dem Vertragspoker verkündete, bleibt die Zukunft des erfolgreichen Bayern-Profis weiter offen. Eine Vertragsverlängerung rückt insbesondere nach dem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Spieler und Klub in weite Ferne. Angesprochen auf seine Zukunftsvisionen, einen möglichen Abgang und den Schritt ins Ausland fand der 73-fache Nationalspieler keine aufschlussreiche Antwort: "Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, weil der erste Ansprechpartner für mich immer FC Bayern München war", so der gebürtige Wiener.


"Wie es jetzt weitergeht, ist schwer zu beurteilen, weil ich - wie ihr alle - das Ganze über die Medien erfahren habe und bisher noch keiner an mich herangetreten ist. Deshalb wird die Zukunft zeigen, wie es dann weitergeht." Stand jetzt ist Alaba jedenfalls Spieler des FC Bayern. Er sei dem Klub "sehr, sehr dankbar" und nach zwölf erfolgreichen Jahren weiterhin "sehr, sehr gerne" Spieler des FCB. "Ich war immer loyal und habe 100 Prozent gegeben. Das werde ich auch weiterhin tun", versicherte der zweimalige Triple-Sieger.