Juni, August, September - im Zwei-Montas-Rythmus versucht der FC Bayern mit David Alaba offenbar über die Verlängerung seines im Sommer 2021 auslaufenden Vertrages zu sprechen. Das Ergebnis scheint jedes Mal das gleiche zu sein: Es gibt keins!


Wie die Sportbild berichtet, sei der Star-Berater des Österreichers, Pini Zahavi, am vergangenen Freitag von der FCB-Geschäftsstelle ohne Einigung abreist. Bei den Verhandlungen an der Säbener Straße sollen auch Alaba-Vater George sowie Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic anwesend gewesen sein.


FC Bayern mit neuem Angebot - Gehaltsfrage weiter der Knackpunkt


Der Rekordmeister soll dem Abwehrchef ein leicht modifiziertes Angebot unterbreitet haben. Fünf statt vier Jahre wurden Alaba demnach angeboten. Beim größten Streitpunkt, dem Jahresgehalt, wollte sich der FC Bayern aber nicht weiter in Richtung der Forderungen der Alaba-Seite bewegen. Das Angebot lag auch bei der dritten Verhandlungsrunde bei kolportierten elf Millionen Euro Gehalt pro Jahr, das durch Boni auf maximal 17 Millionen Euro steigen könnte. Aktuell soll der 28-Jährige bis zu 15 Millionen Euro pro Saison verdienen.


Der Kasus Knacksus für die Alaba-Seite: Der Österreicher will auf eine Gehaltsstufe mit Lewandowski, Neuer und Müller gehoben werden - das aktuelle Angebot ist ihnen weiter zu niedrig. Da Zahavi auch Lewandowski vertritt, weiß er ganz genau, was der Pole nach seiner Vertragsverlängerung nun verdient.


Einsätze im Mittelfeld: Sieht Alaba Versprechen gebrochen?


Zudem spricht die Sportbild davon, dass man ein Versprechen der Klubführung bei der Verlängerung 2016 als nicht erfüllt sieht. Damals sollen Alaba vermehrt Einsätze im zentralen Mittelfeld in Aussicht gestellt worden sein. Es ist die Lieblingsposition des Österreichers, auf der er in seiner Profi-Laufbahn beim FCB aber nur höchst selten zum Einsatz kam. Einzig in der Nationalmannschaft wurde Alaba in der Vergangenheit häufig dort eingesetzt.


Ob dieser Vorwurf aber wirklich valide ist, bleibt fraglich. Schließlich bekam Alaba unter Hansi Flick die Rolle des Abwehrchefs zugesprochen, die er mit starken Leistungen ausfüllte. Auch Alaba selbst schien seine neue Position durchaus zu gefallen. In den letzten Wochen - eigentlich schon seit der Entscheidung beim Champions-League-Finalturnier - sind die Leistungen des Österreichers aber etwas schwächer geworden.


Möglich, dass der zähe Vertragspoker im Hinterkopf ist. So oder so, dürften die Fronten weiter verhärtet bleiben. Ab Januar darf Alaba dann auch offiziell mit anderen Klubs verhandeln und bringt die Bayern damit zusätzlich unter Zugzwang.