Der Wechsel von Ajdin Hrustic zu Eintracht Frankfurt wird konkreter: Hrustic hat sich für die SGE entschieden und wartet nur noch auf eine Einigung zwischen den Vereinen. Falls die nicht erzielt wird, droht er seinem Noch-Arbeitgeber mit Konsequenzen.


Sowohl der 1. FC Köln als auch Eintracht Frankfurt waren an Ajdin Hrustic vom FC Groningen interessiert. Zwischen den beiden Klubs würde eine Entscheidung fallen, verkündete der Australier kürzlich - und sie ist offenbar pro Frankfurt gefallen, was auch daran liegen könnte, das Köln in der vergangenen Woche drei Offensivkräfte verpflichtet hat.


Jetzt kann es für Hrustic offenbar gar nicht mehr schnell genug gehen, sein Einsatz am vergangenen Sonntag gegen ADO Den Haag soll sein letzter für Groningen gewesen sein, wenn es nach ihm geht. "Ich bin ehrlich, ich habe es heute für den Trainer getan, zu dem ich eine gute Beziehung habe", erklärte der 24-Jährige dem Dagblad van het Noorden. "Um ehrlich zu sein, war ich den letzten Tagen mit dem Kopf nicht richtig dabei."


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"Die Zeit ist reif" sagte Hrustic weiter. "Ich möchte diesen Schritt tun und dem Verein auch helfen, etwas von mir zu verdienen." Er wisse nicht, wie viel Geld auf dem Tisch liege und er wolle sich dort auch nicht einmischen, "aber es ist besser für den Verein, etwas zu bekommen als nichts." Es liege jetzt an den Verantwortlichen, den Transfer möglich zu machen.


Der rechte Flügelspieler geht jedenfalls davon aus, dass der Wechsel schnell über die Bühne geht. "Ich habe dem Verein mitgeteilt, dass ich möchte, dass dieser Transfer fortgesetzt wird. Ich sagte dem Club auch, dass ich möchte, dass sie Geld mit mir verdienen. Corona schadet schon genug." Andernfalls wolle Hrustic, dessen Vertrag 2021 ausläuft, im Januar einen Vertrag in Frankfurt unterschreiben und ablösefrei wechseln.


Hrustic erwartet eine Gegenleistung - und droht Groningen


"Der Verein hat viel für mich getan. Wir haben viel zusammen durchgemacht, gute und schlechte Momente. Es war nicht immer einfach, aber ich habe mich immer zu 100 Prozent verpflichtet", meinte Hrustic weiter. "Jetzt, da ich am Ende meiner Vertragslaufzeit bin, erwarte ich eine Gegenleistung und möchte dem Verein auch die letzte Chance geben, finanziell etwas daraus zu machen."


Sollte der Wechsel jedoch nicht zustande kommen, droht er dem FC Groningen mit Konsequenzen: "Dann kann man nicht mehr erwarten, dass ich bei jedem Spiel 100 Prozent gebe." Das habe er auch Groningens Manager Mark-Jan Fledderus und Trainer Danny Buijs so mitgeteilt. Fledderus gibt sich aber ganz entspannt: "Ajdin ist Vertragsspieler des FC Groningen und so lange man das ist, muss man sein bestes für denjenigen geben, der jeden Monat sein Gehalt zahlt."


Davon abgesehen würden er und der FC Groningen keineswegs den Transfer blockieren, es gehe lediglich darum, die geforderte Ablösesumme zu erhalten. "Wir haben einen bestimmten Betrag im Sinn und sind weit davon entfernt, diesen zu erreichen", sagte Fledderus. "Das kann sich übrigens sehr schnell ändern." Es wäre wohl für alle Seiten das Beste.