Nach drei Jahren hat Ante Rebic einen Schlussstrich unter das Kapitel Eintracht Frankfurt gezogen, ganz hat er die SGE aber nicht aus den Augen verloren. In einem Interview sprach der Stürmer über sein erstes Jahr bei der AC Mailand und wie intensiv er die Eintracht verfolgt, darüber hinaus wandte er sich an die Fans. 


Genau 100 Pflichtspiele hat Ante Rebic für die Eintracht absolviert, ehe der bullige Stürmer genau wie Luka Jovic und Sebastien Haller ​das Weite suchte. Kurz vor dem Ende des Transferfensters erfüllte sich sein Wechselwunsch, ​im Tausch mit André Silva wechselte der Pokalheld von 2018 zur AC Mailand.


Vom Bankdrücker zum Matchwinner


Es dauerte, bis er bei den Rossoneri angekommen war, die meiste Zeit der ersten Saisonhälfte verbrachte er als Joker auf der Bank. Doch seit der Rückkehr von Zlatan Ibrahimovic und einigen Umstellungen von Stefano Pioli blüht der kroatische Nationalspieler auf: Sechs Tore hat Rebic in acht Serie-A-Spielen erzielt. Gegen Udinese (3:2), Brescia (1:0), dem FC Turin (1:1) und der AC Florenz (1:1) sicherte er seiner Mannschaft wichtige Punkte, auch traf er beim Remis gegen Serienmeister Juventus Turin (1:1) im Halbfinal-Hinspiel der Coppa Italia. Die Gesamtbilanz von sieben Toren in 18 Partien kann sich mittlerweile sehen lassen. 

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Im bisherigen Fußballjahr 2020 war Ante Rebic ein Mann für die wichtigen Momente


"In der Rückrunde bot sich die richtige Gelegenheit, die ich bestmöglich nutzten konnte", wird Rebic auf der Vereinswebsite der SGE zitiert, "wie ihr sehen könnt, lief es bis zur Zwangspause immer besser." Die Saison der Eintracht ist dagegen eine stetige Achterbahnfahrt, auf einen guten Rückrundenbeginn folgten vor der Saisonunterbrechung vier Niederlagen in sieben Spielen. Von Mailand aus verfolgt Rebic die Spiele "als treuer Fan", weshalb auch er sich über die schwankenden Resultate seiner Ex-Kollegen ärgert: "Ich habe gesehen, dass die Mannschaft gut gespielt hat, aber das Glück selten auf ihrer Seite hatte. Hoffentlich wird sich im Laufe der Saison alles fügen."


Appell an die Fans


Wann jedoch wieder gespielt werden kann, steht in den Sternen. Auch die Spieler müssen mit dieser ungewohnt langen Pause zurechtkommen. Rebic fällt die aktuelle Zeit nicht leicht: "In dieser Phase vermisse ich grundsätzlich die Trainingseinheiten und Spiele sowie die Serie A und den Pokal. Ich vermisse einfach alles, was den Fußball ausmacht." Er verbringe die Zeit bei seiner Familie, seit einigen Tagen befinde er sich aber wieder in Mailand, um bald wieder trainieren zu können.


"Ich hoffe, dass wir so bald wie möglich zu einem normalen Leben zurückkehren", sagt Rebic, der sich bis dahin an die gegebenen Hygiene- und Abstandsvorschriften halten will. Den Eintracht-Fans rät er ebenfalls zur Vorsicht: "Bleibt zu Hause und passt auf euch und eure Mitmenschen auf. Und bleibt vor allem weiterhin die besten Fans der Welt – so wie ihr es immer gewesen seid."