Die ​Premier League treibt ihre Pläne für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs weiter voran. Laut einem Bericht der britischen ​Times befinden sich Vertreter des Sports bereits in Gesprächen mit der Regierung. 


Angedacht ist dem Bericht zufolge eine Fortsetzung der Saison ab dem achten Juni. Darauf sollen sich Liga und Klubs ​bereits in der vergangenen Woche geeinigt haben. Wie es heißt, sollen die 92 ausstehenden Partien in "genehmigten" Stadien ausgetragen werden. Die Saison werde demnach am 27. Juli enden, als möglicher Startpunkt für die Spielzeit 2020/21 wird der 22. August in Erwägung gezogen.

Aerial Views Of Anfield As Football Remains Suspended Due To Coronavirus

Der FC Liverpool steht unmittelbar vor der 19. Meisterschaft. Im Falle einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs würden die Reds den Titel vor leeren Rängen feiern.


Wie in der ​Bundesliga sind Geisterspiele das Mittel der Wahl, pro Spiel sollen sich maximal 400 Personen im Stadion aufhalten dürfen. Allerdings sind auch in England die vorhandenen Testkapazitäten ein großer Streitpunkt. Diese würden geringer ausfallen als in Deutschland. 


Notfall-Kredite bei Saisonabbruch


Die Premier League wurde am 13. März unterbrochen. Sollte die Saison nicht fortgesetzt werden können, drohen einige Klubs dem Bericht zufolge in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Deshalb befinde sich die Liga in Verhandlungen mit der Anwaltskanzlei DLA Piper über Notfall-Kredite in Höhe von zehn Millionen Pfund pro Klub. 


Wie die DFL wird auch die Premier League ein Hygienekonzept erarbeiten, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Über einige Maßnahmen wird bereits spekuliert. So sollen die Spieler in ihrer Trainingskleidung zum Mannschaftstraining erscheinen und abreisen. An den Spieltagen sollen zudem mehrere Umkleideräume zur Verfügung gestellt werden und auch beim Aufwärmen sollen Kontaktbeschränkungen gelten.