Warum ​Werder-Stürmer Claudio Pizarro im Jahr 2001 nicht zu ​Real Madrid, sondern schließlich zum FC Bayern München wechselte, begründete der 41-Jährige kürzlich via Instagram-Livechat. 

​Claudio Pizarro gehört zu den erfolgreichsten ausländischen Fußballern der ​Bundesliga. 2019 erhielt der Peruaner den Ehrenpreis der Deutschen Fußball-Liga. Titel und Erfolge feierte der 41-jährige Torjäger zur Genüge. 487 Ligaspiele und 197 Treffer stehen ihm zu Buche. Werders Rekordtorschütze war neun Jahre der erfolgreichste ausländische Torschütze der Liga und bestritt Ende September 2018 als erster ausländischer Spieler sein 450. Bundesligaspiel.

Claudio Pizarro

 Frohnatur Claudio Pizarro (41) spielt beim SV Werder seine letzte Profisaison


​Doch all diese eindrucksvollen Statistiken stünden heutzutage gar nicht auf dem Papier, hätte 'Piza' im Jahr 2001 eine andere Entscheidung getroffen. Nach dessen ersten zwei Spielzeiten außerhalb Perus klopfte nämlich Real Madrid an. Der damals 22-jährige Jungspund fühlte sich geehrt. Der Startschuss in der Bundesliga war geglückt. Sein Vertrag an der Weser lief aus und der oft betitelte "nächste Schritt" stand bevor. 

Das grundsätzliche Interesse der Königlichen war bereits bekannt. In einem Live-Gespräch auf Instagram ließ Pizarro nun aber weitere Details sowie seine Beweggründe contra Real durchsickern.


​"Koan Madrid" - Darum ging Pizarro zu den Bayern


Pizarro erinnert sich noch sehr gut daran, wie er aus dem Urlaub wiederkam und sein Vater plus Berater ihm eine Liste mit fünf interessierten Klubs in die Hand drückten. "Ich habe mir die Liste angeschaut und konnte es kaum glauben. Es war etwas ganz Besonderes für mich, dass eines der Teams Real Madrid war." 


"Da ich Deutschland bereits kannte, habe ich mich entschieden, hier zu bleiben."


​Letztlich wechselte das Offensiv-Talent jedoch nicht in die spanische Hauptstadt, sondern entschied sich für einen ligainternen Wechsel an die Isar. Pizarro begründete seinen Wechsel zum FC Bayern wie folgt: "Das finanzielle Angebot war viel besser. Da ich Deutschland bereits kannte, habe ich mich entschieden, hier zu bleiben. Zu dieser Zeit hatte Real Madrid Spieler von großer Qualität, sodass ich dort wohl viel weniger gespielt hätte."

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Real Madrids Stürmer waren in der Saison 2001/02, in der Pizarro hätte an die Concha Espina wechseln können, Raúl, Fernando Morientes, Javier Portillo und Pedro Munitis. Mit den Blancos wäre er gleich in seiner ersten Saison ​Champions-League-Sieger geworden. Am 15. Mai 2002 gewannen sie den Henkelpott zum neunten Mal.