​Beim ​FC Bayern München wurden die Transferaktivitäten vorerst auf Eis gelegt. Gerüchte um neue Spieler machen allerdings auch in Zeiten der Corona-Pandemie die Runde. Spanische Medien bringen erneut Unai Nunez mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung. Der 23-Jährige ist zwar vergleichsweise günstig zu haben, eine wirkliche Verstärkung wäre der Innenverteidiger allerdings nicht.


Nach der schweren Verletzung von Niklas Süle im vergangenen Oktober (Kreuzbandriss) kamen erstmals Gerüchte auf, wonach sich der FC Bayern mit Nunez beschäftigt. Die spanische Sportzeitung AS bringt den U21-Europameister in Diensten von Athletic Bilbao nun erneut als Kandidaten für den Rekordmeister ins Spiel. 


Nunez besitzt Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro

Dank einer Ausstiegsklausel kann der 23-Jährige seinen Ausbildungsklub für die festgeschriebene Ablösesumme von 30 Millionen Euro verlassen. Damit wäre der Rechtsfuß deutlich günstiger als ​RB-Profi Dayot Upamecano, der ebenfalls beim FC Bayern auf dem Zettel stehen soll und eine 60-Millionen-Ausstiegsklausel besitzt. An die Klasse des Leipzigers kommt Nunez allerdings nicht heran, weshalb die Münchner keinen Gedanken an den Spanier verschwenden sollten. 

Cordoba,Unai Nunez

Vertraglich noch bis 2023 gebunden: Unai Nunez


Das Athletic-Eigengewächs bringt zweifelsohne viel Qualität und Potenzial mit, der FC Bayern wäre jedoch eine Nummer zu groß, zumal Nunez nicht einmal in Bilbao Stammspieler ist und in der aktuellen Saison nur zwölf Mal in der Liga zum Einsatz kam. Mit Inter Mailand und dem ​FC Arsenal sollen allerdings zwei weitere namhafte Klubs Interesse am einmaligen Nationalspieler signalisieren.


Braucht der FC Bayern einen neuen Innenverteidiger?

Aufgrund der finanziellen Einbußen durch das Coronavirus steht auch dem FC Bayern weniger Budget für Transfers zur Verfügung. Die Priorität sollte daher auf der Offensive liegen, da im Abwehrzentrum auch im Falle eines Abgangs von ​Jerome Boateng und ​Javi Martinez nicht wirklich Handlungsbedarf besteht. 


Süle dürfte nach seiner langen Verletzungspause im Mai wieder voll belastbar sein. Neben dem Nationalspieler stehen auch noch Lucas Hernandez und ​David Alaba zur Verfügung. Die Zukunft des Österreichers ist allerdings offen, da dessen Vertrag 2021 ausläuft und die Gespräche über eine Verlängerung bislang offenbar nicht wirklich erfolgversprechend waren. Sollte der FC Bayern im Sommer einen neuen Rechtsverteidiger verpflichten, ist allerdings auch noch Benjamin Pavard eine Option für das Abwehrzentrum.