Nach Äußerungen der Spielerberater von ​Sven Ulreich und Christian Früchtl über Alexander Nübel hat sich Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingeschaltet. Auf der Vereinswebsite kritisierte der 64-Jährige die jüngste Entwicklung.


Die Verpflichtung des deutschen U21-Nationaltorhüters, der sich dem Rekordmeister nach dieser Saison anschließen wird, sorgt für kontroverse Diskussionen. Wurde anfangs noch behauptet, Nübel seien vertraglich Pflichtspieleinsätze zugesichert worden, so ist mittlerweile klar, dass er sich in der kommenden Saison ​hinter Manuel Neuer anstellen muss. Allerdings hat Sven Ulreich den Anspruch, die Nummer zwei zu bleiben - und auf lange Sicht wird sich Nübel auch mit Nachwuchstorhüter Früchtl duellieren müssen. 


Die heikle Torwartsituation sorgte in den vergangenen Tagen für neuen Zündstoff. "Der FC Bayern ist eine Leistungsgesellschaft, in der sportlich entschieden wird. Schauen wir mal, wer am Ende hinter Manuel Neuer auf der Bank sitzt", sagte etwa Ulreich-Berater Jürgen Schwab.  


Früchtl-Berater Christian Rößner ging forscher in die Offensive. Das Eigengewächs, das in dieser Saison das Tor der U23 in der dritten Liga hütet, soll verliehen werden, entsprechende Anfragen aus der ersten und zweiten Bundesliga ​liegen laut kicker vor. Früchtl habe es zwar "nicht nötig zu flüchten", jedoch wolle man "den Fehler, den ein Nübel oder sein Berater machen, jetzt nach München zu gehen und sich dort auf die Bank zu setzen", vermeiden.


Rummenigge verteidigt Nübel-Transfer


Diese Entwicklung stößt Karl-Heinz Rummenigge sauer auf. "Alle Entscheidungsträger des FC Bayern inklusive Cheftrainer Hansi Flick sind sehr glücklich darüber, dass Alexander Nübel zur neuen Saison Spieler des FC Bayern wird", verteidigt der Vorstandsboss den bevorstehenden Transfer. 

​​Nübel sei "einer der besten Nachwuchstorhüter Europas und ein wichtiger Spieler für die Zukunft unserer Mannschaft", innerhalb des Klubs herrsche die Überzeugung, dass Neuer "mit seiner Qualität und großen Erfahrung einen wichtigen Beitrag" zur Entwicklung des Torwart-Talents leisten werde. 


"Weiterhin möchten wir festhalten, dass sich der FC Bayern abwertende Kommentare von Spielerberatern über andere Spieler des FC Bayern grundsätzlich verbittet", kontert Rummenigge die aufgekommene Kritik.