​Die Zukunft des angolanischen Wunderjungen ​Eduardo Camavinga, noch in Diensten des französischen Erstligisten Stade Rennes, scheint weiß zu sein: wie die spanische Sportzeitung Marca berichtet, hat sich ​Real Madrid im Rennen um das 17-jährige Ausnahmetalent gegen seine Konkurrenten durchgesetzt und wird den defensiven Mittelfeldspieler in diesem Sommer unter Vertrag nehmen.


Zwar nicht für die noch im Januar im Raum stehenden 100 Millionen Euro, aber für etwas mehr als die Hälfte davon. Die Königlichen haben die Entwicklung von Camavinga seit 2015 sehr intensiv verfolgt und ihn schon damals auf eine Shortlist der attraktivsten Talente Europas gesetzt. Jetzt, fünf Jahre später, scheint ihr Plan aufzugehen. 


FC Barcelona und BVB steigen aus dem Rennen aus


Der Marca zufolge sollen bis zuletzt auch der FC Barcelona und Borussia Dortmund um den schlaksigen Sechser gebuhlt haben, sich aber mittlerweile der Aussichtslosigkeit ihres Unternehmens bewusst geworden sein. Denn nicht nur, dass Real den Spieler seit einer halben Dekade monitorisiert - erst vor einigen Monaten sollen sie den Spieler, zusammen mit seiner Familie, zu einer Kennenlern-Tour nach Madrid eingeladen haben, um ihm seine Zukunft als Real-Spieler auch bildlich vor Augen zu halten. In der Regel gibt Real einen Spieler, der es bis zu diesem Punkt geschafft hat, nicht mehr aus der Hand. 


60 Millionen Euro - und die Frage nach dem genauen Zeitpunkt


Knackpunkte sind jetzt nur noch die Höhe der Ablösesumme und der genaue Zeitpunkt seines definitiven Wechsels. Der Betrag, den sich Real so vorgestellt hat, dürfte bei - Corona-bereinigten - marktüblichen 60 Millionen Euro liegen. 


Bis in den Februar hinein verfolgte der Klubbesitzer des bretonischen Ligue1-Klubs, François-Henri Pinault, sogar die Strategie, Camavinga in diesem Jahr gar nicht ziehen zu lassen. Als im Februar aber Gerüchte aufkamen, dass der damalige Präsident Olivier Letang in Verhandlungen mit interessierten Klubs stehen könnte, wurde dieser kurzerhand gefeuert. 


Zwei Monate und eine Pandemie später haben sich die Vorzeichen jedoch massiv verändert - und Rennes ist mittlerweile gesprächsbereit geworden. In den kommenden Wochen dürfte zwischen den beiden Klubs ein Deal ausgehandelt sein. Der könnte sogar vorsehen, dass Real den Spieler zwar schon in diesem Jahr verpflichtet, ihn aber für die kommende Saison an seinen früheren Klub ausleiht (ähnlich wie es bei Christian Pulisic, dem BVB und Chelsea praktiziert wurde). 


Stade Rennes steht aktuell auf einem zur Teilnahme an der Champions League berechtigenden dritten Platz in Frankreich und würde deshalb nur allzu gern den sportlichen Mehrwert eines Camavinga in die Königsklasse mitnehmen. 


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