Vom Leih-Stammspieler beim HSV zum Back-up mit Perspektive am Niederrhein: So sah der Plan von Borussia Mönchengladbach im Winter aus, als man Jordan Beyer nach Hamburg schickte. Und so soll der Plan im Sommer weiter umgesetzt werden. Die Zukunft des Defensiv-Allrounders liegt bei der Borussia.


Bis zur Corona-Zwangspause ging der Plan von ​Borussia Mönchengladbach und Eigengewächs Jordan Beyer voll auf: Nach seiner Winter-Leihe zum ​HSV wurde der 19-Jährige auf Anhieb Stammspieler bei den Rothosen auf der rechten Abwehrseite.


Eberl bekräftigt: Beyer kommt zurück nach Gladbach


An der Elbe hatte man deshalb auch die leise Hoffnung, den deutschen U20-Nationalspieler über die Saison hinaus halten zu können. Fohlen-Manager Max Eberl schiebt diesen Gedankengängen aber ultimativ einen Riegel vor. 

Tom Weilandt ,Jordan Beyer

Jordan Beyer war beim HSV hinten rechts sofort gesetzt


"Jordan Beyer kommt zurück. Wir sehen in ihm einen wichtigen Spieler für uns", betonte er gegenüber dem kicker. Vorbild für Beyer soll ein Teamkollege sein: Laszlo Benes war in der vergangenen Rückrunde ein halbes Jahr an Holstein Kiel verliehen, kam an den Niederrhein zurück und spielte - zumindest in der Hinrunde - direkt eine wichtige Rolle im Fohlen-Mittelfeld.


Eberl setzt auf den Benes-Effekt


"Benes kam zurück und startete bei uns direkt voll durch. Wir hoffen, dass Beyer die gleiche Entwicklung nimmt", so Eberl. Beyer dürfte in der neuen Saison vor allem als Back-up für Stefan Lainer eingeplant sein. Da sich Beyer aber auch in der Abwehr-Zentrale wohl fühlt, hätte man einen flexiblen Defensivspieler hinter dem gesetzten Duo Elvedi/Ginter zur Verfügung.


Gerade in Zeiten von Corona, in der die Geldbeutel der Klubs nicht mehr prall gefüllt sind, macht es umso mehr Sinn auf ein eigenes Talent zu setzen, für das keine weiteren Kosten mehr anfallen. Zumal Beyer bei seinen sieben Einsätzen für den HSV und vor allem zwölf Spielen für die Borussia in der ​Bundesliga bewiesen hat, dass er die Klasse für einen Bundesliga-Topklub besitzt.


In Gladbach wird man sich zeitnah viel eher Gedanken machen, wann und wie man den bis 2022 datierten Vertrag mit Beyer verlängern kann.