In Deutschland wird derzeit auch über einen möglichen Termin und den dazugehörigen Rahmen für den ​Bundesliga-Restart diskutiert. Auch manche Politiker zeigten sich zuletzt vorsichtig optimistisch. Die UEFA übt nun etwas Druck auf die nationalen Verbände aus: die Wettbewerbe sollen beendet werden.


Inmitten der Diskussionen und Abwägungen, in welchen öffentlichen Bereichen die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert werden können und in welchen sie verschärft werden müssen, wird auch über einen möglichen Restart der Bundesliga debattiert. Viele könnten das Fortsetzen des Spielbetriebs, wenn auch unter unnormalen Umständen, als positives Signal sehen.


Mit einer Telefonkonferenz der UEFA mit den Generalsekretären der 55 Mitgliedsverbände geht eine "nachdrückliche Empfehlung" des europäischen Verbands einher: Die nationalen Ligen und Wettbewerbe seien "zu beenden" (via BR). Dafür sei den Nationalverbänden "eine Vielzahl von Kalenderoptionen" erklärt worden, hieß es weiter. Auch wenn keine konkreten Termine zur Wiederaufnahme genannt wurden, übt die UEFA somit Druck aus. Das klare Ziel: Der Dachverband möchte, dass möglichst viele Wettbewerbe den Regeln nach umgesetzt und bespielt werden.

FBL-EUR-UEFA


"Einige Sonderfälle werden angehört werden, sobald Richtlinien für die Teilnahme an europäischen Wettbewerben - im Falle einer abgesagten Liga - ausgearbeitet worden sind", wurde zudem festgehalten. Das bezieht sich u.a. auf die belgische Liga, die zuletzt den Spielbetrieb für beendet erklärt hatte. So sollen die finalen Entscheidungen nach dem UEFA-Exekutivkomitee am kommenden Donnerstag bekannt gegeben werden.


DFL plant den Restart: Genügend Testkapazitäten und "ein durchdachtes Konzept"


Die DFL ist ohnehin für die Fortsetzung des Spielbetriebs der Bundesliga. Viele Vereine hängen auch finanziell am laufenden Wettbewerb, vor allem die wichtigen TV-Gelder spielen dabei eine wichtige Rolle. In den letzten Tagen ​zeigten sich beispielsweise auch Armin Laschet und Markus Söder optimistisch, was diese Umsetzung betrifft. In der Politik werden derzeit Daten vom 9. Mai bis hin zum Ende des nächsten Monats genannt, an denen es wieder Spiele, dann natürlich ohne Zuschauer, geben könnte. 


Laschet machte jedoch deutlich, dass "ein durchdachtes Konzept" eine klare Voraussetzung sei. Das möchte die DFL noch im Laufe dieser Woche ausarbeiten und soweit wie möglich vorlegen. Ein weiterer Faktor dabei ist die gesellschaftliche Verträglichkeit. So dürften vor allem keine woanders benötigten Tests extra und alleine zum Aufrechterhalten des Spielbetriebs benötigt sein. Die ​DFL erklärte in einer Stellungnahme, dass dies nicht der Fall ist: Die Bundesliga würde weniger als 0,5 Prozent der aktuellen Kapazitäten nutzen, die dazu tagtäglich ausgebaut werden und nicht einmal ausgeschöpft sind.