Seit der Bekanntgabe des Wechsels von Alexander Nübel zum ​FC Bayern hat der junge Torhüter so manches Wort gegen sich einstecken müssen - nach Manuel Neuer und Sven Ulreich hat sich nun auch der Berater von Christian Früchtl gemeldet. Der 20-Jährige wolle nicht den Fehler machen, den Nübel gemacht hat.


Der Nübel-Abgang zum FC Bayern, weg von ​Schalke 04, hat in vielen Köpfen in Fußballdeutschland Fragen aufgeworfen und ihm Kritik eingebracht. Nicht nur die S04-Fans zeigten sich enttäuscht und wütend, auch zahlreiche Experten äußerten ihr Unverständnis für diesen Wechsel. Das Prekäre an der Situation: Auch die drei Bayern-Keeper versteckten ihre Irritation erst gar nicht. 

Alexander Nuebel

Alex Nübel dürfte beim FC Bayern keinen wirklich leichten und freundlichen Empfang seiner Torwart-Kollegen erwarten


​Manuel Neuer artikulierte sich zuletzt sehr deutlich, angesprochen auf eine womöglich versprochene Anzahl an Einsätzen für Nübel: "Das gibt es im Leistungssport eigentlich nicht." Schließlich ließe sich ein Trainer nicht vorschreiben, wen er zu spielen lassen hat. Neuer will, nach der angestrebten Verlängerung beim Rekordmeister, selbstverständlich weiterhin die klare Nummer eins bleiben und keine Spiele abgeben. 


Früchtl-Berater: Nübel-Fehler soll vermieden werden - Spielpraxis als Vorbereitung


Auch Christian Früchtl, junges Torwart-Talent bei den Bayern, ist mittlerweile auf dem Sprung zum Stammspieler. Dafür möchte er sich offenbar verleihen lassen, um Spielpraxis zu sammeln, erklärte sein Berater Christian Rößner der Abendzeitung (via transfermarkt). Demnach sei es sinnvoll, "wegzugehen, höherklassig zu spielen, sich dort zu zeigen, um dann zu Bayern München zurückzugehen und zu sagen: 'Ich habe die Spielpraxis, die andere nicht haben.'" 


Wer damit gemeint ist, ist offensichtlich. Dennoch verkniff sich Rößner auch keine eindeutige Spitze gegen Nübel: "Aufgrund seiner Fähigkeiten hat es Christian nicht nötig zu flüchten. Ganz im Gegenteil. Wir machen aber sicherlich nicht den Fehler, den ein Nübel oder sein Berater machen, jetzt nach München zu gehen und sich dort auf die Bank zu setzen." Klare Worte, die sich auch an Christian Backs richten, den Berater von Alex Nübel. Dieser musste sich bereits gegen Vorwürfe der Geldgier wehren, nachdem der Wechsel bekannt wurde.

Christian Fruechtl

Noch spielt Früchtl in der dritten Liga: Demnächst soll es höherklassige Spielpraxis geben


So sei es das Ziel Früchtls, sich mit er erhofften Spielpraxis für eine etwaige Wachablösung von Manuel Neuer vorzubereiten. Dabei soll der 20-Jährige "ausschließlich als Nummer eins" beim Leihverein agieren, um eine optimale Perspektive zu haben. 


Auch Ulreichs Berater hatte sich bereits ​gegen Nübel und dessen Vorhaben geäußert, ebenfalls negativ konnotiert: "Der FC Bayern ist eine Leistungsgesellschaft, in der sportlich entschieden wird. Schauen wir mal, wer am Ende hinter Manuel Neuer auf der Bank sitzt". Zuvor hatte Ulreich schon Lob von Neuer bekommen, der über ihn als "bärenstarke Nummer zwei" sprach, der "in vielen anderen Vereinen Stammtorwart" wäre. Was sich so anhört wie eine Art Verbrüderung gegen Nübel, könnte tatsächlich auch so gemeint sein. So wird der Noch-Schalker keinen allzu leichten Einstand zu erwarten haben.