​Eigentlich war ​Lutz Pfannenstiels Engagement als Sportdirektor der ​Düsseldorfer Fortuna bis Ende 2021 befristet. Doch seit seiner im Februar bekanntgegebenen Entscheidung, den Klub noch in diesem Sommer aus privaten Gründen zu verlassen, steht der frühere Torwart nun vor seinen letzten sechs Wochen am Rhein. 


Denn trotz der Coronakrise wird es an dem ursprünglich entworfenen Zeitplan keine Veränderungen geben. Heißt: am 31. Mai ist für Pfannenstiel Schluss in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Auch wenn die Saison bis dahin noch nicht beendet sein wird. Entsprechend führt Pfannenstiel in der Aktualität die Gespräche mit Spielern schon zusammen mit seinem designierten Nachfolger Uwe Klein, der ab dem 1. Juni die Geschäfte des scheidenden Sportdirektors übernehmen wird. 


Angebote aus England, Spanien und der Türkei


Wie es jedoch mit Pfannenstiel weitergehen wird, ist noch nicht bekannt. Angebote hat der 46-jährige Weltenbummler (und einzige Spieler, der als Profi auf allen fünf Kontinenten und in allen sechs Kontinentalverbänden gekickt hat!) jedenfalls einige. Angaben des kicker zufolge, soll es bereits kurz nach seiner Ankündigung, sich von der Fortuna zu trennen, konkrete Anfragen sowohl eines Premier-League-Klubs als auch eines Vereins aus der Primera División in Spanien gegeben haben. Auch in der Türkei, und dort speziell beim Spitzenklub Besiktas Istanbul, soll Pfannenstiel immer noch einen sehr guten Ruf genießen. Immerhin war er es, der seinerzeit den Transfer des ehemaligen Nationalspielers Andres Beck von der TSG Hoffenheim zu Besiktas einfädelte. 


Wieder zurück auf die Insel?


Doch trotz aller Nachfragen bleiben Pfannenstiels Lippen in dieser Sache (noch) geschlossen. 

Die für emotionale Comeback-Geschichten zu habenden Engländer würden eine Rückkehr des Deutschen auf die Insel sicherlich begrüßen. 


Denn dort erlebte Pfannenstiel im Winter 2003 einen der einschneidendsten Momente seiner ganzen Karriere. Nach einem fürcherlichen Zusammenprall mit einem gegnerischen Stürmer musste der Keeper minutenlang behandelt werden, schwebte während dieser bangen Augenblicke mehrfach zwischen Leben und Tod. Dem konnte er aber am Ende doch noch von der Schippe springen. Als er dann kurze Zeit später aus der Klinik entlassen wurde, soll er sich auch schon wieder prompt zurück zum Einsatz auf dem Platz gemeldet haben. Eine Story, wie sie die Engländer lieben.