Weltmeister Thomas Müller hat Anfang April seinen Vertrag beim ​FC Bayern München um zwei Jahre ​bis 2023 verlängert. Der 30-Jährige machte kurz nach der Bekanntgabe keinen Hehl daraus, dass er im vergangenen Herbst einen Wechsel in Erwägung gezogen hatte. Medienberichten zufolge soll sich der Angreifer jedoch auch aufgrund der Corona-Pandemie für einen Verbleib in München entschieden haben.


Ohne neuen Vertrag hätte Müller seine Zelte beim deutschen Rekordmeister wohl am Ende der Saison abgebrochen. An potenziellen Interessenten für das bayerische Eigengewächs mangelte es offenbar nicht. Wie der kicker berichtet, stand der 100-fache Nationalspieler auch beim ​FC Chelsea auf dem Zettel.


Englisches Gesundheitssystem sprach gegen Chelsea-Wechsel


Dem Fachmagazin zufolge spielte in der Zukunftsplanung von Müller auch das Coronavirus bzw. das im Vergleich zu Deutschland deutlich schlechter aufgestellte englische Gesundheitssystem eine wichtige Rolle. Demnach ließen die aktuellen Verhältnisse auf der Insel beim 30-Jährigen Zweifel aufkommen, ob ein Wechsel in die ​Premier League Sinn ergeben würde. Auch dieser Umstand soll dazu beigetragen haben, dass Müller sich für eine Verlängerung beim FC Bayern entschieden hat.

Hansi Flick

Stieg Anfang November zum Cheftrainer auf: Hans-Dieter Flick


Hauptgrund für den Verbleib des Weltmeisters dürfte allerdings ​Cheftrainer Hans-Dieter Flick sein, der seinen Vertrag wenige Tage vor Müller ebenfalls bis 2023 verlängert hat. Unter dem 55-Jährigen spielt der Angreifer eine deutlich wichtigere Rolle als dies noch unter Ex-Trainer Niko Kovac der Fall gewesen war. 


Nach seiner Verlängerung erklärte Müller, dass sich seine Lage seit dem Trainerwechsel positiv entwickelt habe. "Meine Rolle hat sich verändert. Ich konnte dem Spiel wieder den Thomas-Müller-Stempel aufdrücken", so der Ex-Nationalspieler, der unter Flick regelrecht aufblühte und in der ​Bundesliga an 18 Treffern (sechs Tore/zwölf Vorlagen) direkt beteiligt war. "Die Gesamtkonstellation stimmt, ich will bei dem Projekt dabei sein", betonte der Publikumsliebling. "Spieler, Trainer und Verein gehen in die gleiche Richtung."