Luca Waldschmidt ist ein weiteres Paradebeispiel dafür, dass der SC Freiburg eine sehr gute Adresse für junge Spieler ist. Der Stürmer hat unter Christian Streich gewaltige Sprünge gemacht, wurde sogar für die deutsche Nationalmannschaft nominiert und soll laut The Sun beim ​FC Chelsea auf dem Zettel stehen. 90min nimmt das Transfergerücht unter die Lupe.


Es wäre der Lohn für die erfolgreiche Entwicklung seit dem Schritt von Hamburg nach Freiburg. Luca Waldschmidt, der beim Sport-Club einen Vertrag bis 2022 besitzt, könnte laut der Sun nach England gehen und bei Chelsea den nächsten Schritt machen. Die Blues seien demnach gewillt, Michy Batshuayi und Olivier Giroud abzugeben, im Gegenzug soll Goalgetter Waldschmidt kommen und Tammy Abraham Konkurrenz machen. Dafür seien etwa 23 Millionen Euro fällig, laut Sport Bild handelt es sich dabei um die vereinbarte Ausstiegsklausel.

Luca Waldschmidt

Im Oktober debütierte Luca Waldschmidt bei der Nationalmannschaft - folgt im Sommer der Schritt auf die Insel?


Allerdings ist die Sun das Paradebeispiel für britische Boulevardzeitungen. Seriöser Journalismus ist keineswegs zu erwarten, von daher ist das Transfergerücht mit äußerster Vorsicht zu genießen. Selbstverständlich dürfte Waldschmidt bei zahlreichen Klubs auf dem Zettel stehen, allerdings ist davon auszugehen, dass die Verantwortlichen des FC Chelsea ihre Fühler in sämtliche Richtungen ausstrecken.


Chelsea vertraut auf junge Spieler


Rein sportlich würde der 23-Jährige jedoch in das Profil passen, welches Trainer Frank Lampard bevorzugt. Die Vereinsikone vertraut auf junge und entwicklungsfähige Spieler, machte mit seinem Amtsantritt Mason Mount und Tammy Abraham zu Stammspielern und verhalf dem Abwehr-Duo Reece James und Fikayo Tomori zu zahlreicher Spielpraxis. Allein Abraham und Mount haben 19 der 51 Premier-League-Tore erzielt und sind auf dem besten Weg, sich dauerhaft zu etablieren.


Für Waldschmidt wäre ein Vereinswechsel der nächste Schritt, ein Klub wie Chelsea kommt aber womöglich zu früh. Der Verein hegt große Ambitionen, will um die Meisterschaft mitspielen und in der ​Champions League ein Wörtchen mitreden. Dafür sollte eigentlich im Winter nachgerüstet werden, verpflichtet wurde jedoch kein einziger Spieler. Der Aufbau der Mannschaft sollte also im Sommer fortgeführt werden, die Corona-Krise erschwert das Vorhaben allerdings. 


Moderater Preis


Gleichzeitig wäre Waldschmidt mit der kolportierten Summe über 23 Millionen Euro ein verhältnismäßig moderater Neuzugang. Zum Vergleich: Für Torhüter Kepa Arrizabalaga zahlte Chelsea 80 Millionen Euro an Athletic Bilbao, vor der Wettbewerbsunterbrechung stand der Spanier allerdings mächtig in der Kritik und wurde zwischenzeitlich von Willy Caballero vertreten. Waldschmidt, der trotz seines jungen Alters schon 95 Bundesligaspiele absolviert hat, stellt ein deutlich geringeres Risiko dar.


Win-win-Situation - doch es gibt einen Haken


Auch der SC Freiburg würde trotz der Qualität, die verloren ginge, profitieren. Die Schwarzwälder verpflichteten Waldschmidt für fünf Millionen Euro, würden somit einen Profit von 18 Millionen Euro generieren und einen neuen Transferrekord aufstellen. 


Sinn könnte ein Transfer also durchaus ergeben, weil Waldschmidt in die Altersstruktur passt, Lampard gewillt ist, junge Spieler weiterzuentwickeln und Freiburg erneut eine nicht unerhebliche Geldsumme kassieren würde. Solange es aber nur bei einem Gerücht der Sun bleibt, ist kaum davon auszugehen, dass sich ein Transfer anbahnt.