Beim FC Bayern schwankte Leihspieler Ivan Perisic in dieser Saison irgendwo zwischen Licht und Schatten. Seine Zukunft ist noch immer ungeklärt. ​Inter Mailand plant allerdings ohne den Kroaten - das verbessert die Verhandlungsposition des Rekordmeisters erheblich.


22 Spiele, 13 Torbeteiligungen: Die Ausleihe von Ivan Perisic (Leihgebühr: Fünf Millionen Euro) hat sich für den FC Bayern bislang ausgezahlt - zumindest numerisch. Der Kroate zeigte bei seinen Einsätzen gute Ansätze und stellte unter Beweis, dass er dem Spiel des Rekordmeisters eine neue Dimension verleihen kann. 

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Und während Perisic einem Verbleib an der Isar sehr offen gegenübersteht, zögert man beim FC Bayern noch. Die Kaufoption liegt immerhin bei 20 Millionen Euro - fraglich, ob der 31-Jährige dem gerecht wird und werden kann. Laut dem in der Regel gut informierten Transfer-Experten Fabrizio Romano plant man bei Stammverein Inter Mailand allerdings definitiv ohne Perisic. Das stärkt die Verhandlungsposition des Rekordmeisters erheblich.


Wird Perisic für den FC Bayern günstiger?


Denn: Auch Inter ist von den finanziellen Einschnitten der Corona-Pandemie betroffen. Die Nerazzurri werden zusehen, nicht auf ihren verliehenen Spielern sitzen zu bleiben, um finanzielle Kapazität für vorhandene Spieler und eventuelle Neuzugänge zu schaffen. Der italienische Traditionsclub wäre daher froh, einen Abnehmer für Perisic zu finden - und womöglich bereit, die finale Ablösesumme für Perisic nachzuverhandeln. 


Davon könnte nun der FC Bayern profitieren. Auch der Rekordmeister wird seine Füße auf dem diesjährigen Transfermarkt wohl eher still halten. ​Der Transfer von Leroy Sane hängt zudem weiter in der Schwebe. Da mit Philippe Coutinho ein weiterer Offensivspieler den Verein im Sommer wieder verlassen wird, könnte der Rekordmeister Perisic hinsichtlich der Kaderbreite durchaus gebrauchen. Und bei einer moderaten Summe dürften die Verantwortlichen den Transfer des Kroaten auch durchwinken. Der Ball liegt jetzt bei Inter.