Die Premier League plant mit einer Fortsetzung der Saison im Juni. Darauf sollen sich Liga und Klubs verständigt haben, wie die britische ​Daily Mail berichtet.


Während die DFL auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs der 1. und 2. Bundesliga im Mai hofft, soll der Ball in England einen Monat später wieder rollen. Auf einer Videokonferenz am Freitag einigte sich die Premier League auf eine Fortsetzung der Saison ab dem achten Juni. Das Mannschaftstraining soll am 18. Mai wieder aufgenommen werden. Dabei handele es sich allerdings nur um ein "Best-Case-Szenario".

Juergen Klopp

Womöglich können sich Jürgen Klopp und der FC Liverpool doch noch den Meistertitel sichern



Auch in England bleiben Geisterspiele die einzige Möglichkeit, um die Saison zu beenden. Einige Vereine sollen dem Bericht zufolge auf eine Deadline am 30. Juni gepocht haben, um Komplikationen wegen auslaufender Spieler- und Werbeverträge zu vermeiden. Allerdings verständigten sich nun alle Vertreter auf ein verspätetes Saisonende. 


Keine Sonderbehandlung durch die Politik


Das Ziel der Premier League ist weiterhin, die Saison zu beenden, wie die Liga in einer Stellungnahme mitteilte. Auf die genannten Daten habe man sich allerdings nur unter Vorbehalt geeinigt. Laut Daily Mail habe die Liga die Klubs ermahnt, dass sie keine Sonderbehandlung der Regierung erwarten dürfen. Alle getroffenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gelten demnach selbstverständlich auch für den Fußball. 


Ein Knackpunkt sind die Testkapazitäten. Wie es heißt, sollen alle Spieler und Mitglieder des Trainerstabs sowie alle in den Stadien anwesenden Personen getestet werden. Auch in Deutschland wird kontrovers über die benötigten Kapazitäten diskutiert. Hochrechnungen zufolge benötigt die Bundesliga etwa 20.000 Tests bis Saisonende. 


Laut dem Berufsverband "Akkreditierte Labore in der Medizin" können allein pro Woche ​550.000 Tests durchgeführt werdenUngeklärt ist in diesem Zusammenhang jedoch, wie schnell die Testergebnisse zur Verfügung stehen. Außerdem steht die Frage im Raum, ob gesunde Hochleistungssportler, die nicht zur Risikogruppe gehören, alle drei bis vier Tage getestet werden sollen, wenn die Kapazitäten an anderer Stelle dringender benötigt werden könnten.