​Momentan spielt der Wandervogel Kevin-Prince Boateng auf Leihbasis bei Besiktas Istanbul in der Türkei - seiner bislang 13. Station der Karriere. Auch in der ​Bundesliga machte er schon Halt bei ​Borussia Dortmund (11 Einsätze), ​Eintracht Frankfurt (36) und ​Schalke 04 (60). Doch begann er seine Laufbahn in der deutschen Hauptstadt bei ​Hertha BSC, für die er im August 2005 aus der eigenen Jugend kommend in der höchsten deutschen Spielklasse debütierte. Im letzten Winter wäre es fast zu einer Rückkehr zu Boatengs Wurzeln gekommen - doch Klinsmann wollte wohl nicht.


Gegenüber dem Spiegel verriet Boateng jetzt, dass er dem damaligen Trainer der Berliner im Winter seine Bereitschaft zu einer Rückkehr signalisierte, "aber es kam nie eine Antwort". Anscheinend hatte Klinsmann andere Gedanken im Kopf, als die Gehaltsforderungen des 33-Jährigen Mittelfeldspielers auszuhandeln.


Die Hertha wieder attraktiver machen


Doch Boateng wollte nicht nur kurzfristig ein wenig Glanz nach Berlin tragen, er hatte weitreichende Pläne. "Dann hätte ich im Sommer einfach das Telefon genommen und den Götze angerufen und den Draxler und gesagt: Kommt her, Jungs, lasst uns hier was aufbauen. Das war so mein Plan, dass ich Hertha wieder attraktiv machen könnte​", so Boateng, der die angeblichen Kandidaten auf der Einkaufsliste seiner Meinung nach hätte überzeugen können.

Kevin Prince Boateng,Pablo Thiam

Alles im Griff - KPB beim Marcelinho-Benefizspiel 2017 gegen Pablo Thiam


Zudem wollte Boateng die Hertha nicht nur auf sportlicher Ebene umkrempeln, auch für das Umfeld hatte er seine eigenen Vorstellungen. "Wir hätten dann mit Berliner Rappern zusammengearbeitet, die auch den Fußball lieben, und hätten so alle mit reingezogen, wir hätten ein neues 'Nach Hause'-Lied geschrieben, einen Remix der Stadionhymne", sagt Boateng. Was wohl Frank Zander davon gehalten hätte?