​Tore zu schießen ist schon was Geiles - da sind wir uns alle einig. Für den anschließenden Jubel hat sich so mancher Kicker bereits die kuriosesten Jubel einfallen lassen. Ein echter Klassiker sind die unter dem Trikot befindlichen Sprüche. Angesichts der Gelb-Bestrafung sinkt allerdings die Anzahl solcher T-Shirt-Jubel. Ein Blick auf die 7 besten Sprüche der vergangenen 30 Jahre:


Mario Balotelli (2011)

Manchester City's Italian striker Mario

Den Anfang macht der simple Spruch von Problemkind Mario Balotelli, der im Manchester-Derby gegen ​United (6:1) gleich zwei Mal traf und die ikonische Botschaft "Warum immer ich?" enthüllte. 

​Den Hintergrund dafür stellt eine absurde Geschichte dar, die sich im Nachhinein zu einem brillanten PR-Schritt wendete. Nachdem der Stürmer versucht hatte, durch sein Badezimmerfenster ein Feuerwerk auszulösen, musste Balotelli sein Haus aufgrund eines "erheblichen Brands" verlassen. Nur einen Tag später lief es für den Italiener auf dem Platz umso besser.

​Etwas paradox: Zwei Wochen später wurde er zum Botschafter für Feuerwerkssicherheit ernannt. 


Dimitar Berbatov (2012)

Dimitar Berbatov

Im Gegensatz zu vielen Shirt-Zelebrierungen ist die des Bulgaren Berbatov etwas persönlicher - zumindest hinsichtlich der Gestaltung. Der ehemalige Fulham-Angreifer verzichtete auf offizielle ​Premier-League-Schriftzüge oder dergleichen. Stattdessen griff Berbatov selbst zum Stift. 

​Am Abend vor der Boxing-Day-Partie gegen Southampton kritzelte er am Küchentisch das ziemlich selbstverherrlichende Wortspiel "Bleib ruhig und gib mir den Ball", welches sicherlich vor Selbstvertrauen strotzt. Berbatov erzielte in der Spielzeit 15 Ligatore, zehn mehr als jeder seiner Teamkollegen und ebenfalls mehr als ein Wayne Rooney oder Sergio Agüero. 


Thierry Henry (2000)

Arsenal v Liverpool

Eigentlich war Henry eher so der Knierutscher-Typ. Nach seinem 2:0-Siegtreffer gegen den ​FC Liverpool wagte er nicht nur eine neue Art des Jubelns, sondern bewies zudem außerordentliche Recherche-Fähigkeiten. "Bang goes the 0-0 draw" war der Spruch, der die dreijährige Leidenszeit ohne Tor gegen die Reds endlich eliminieren sollte. 


Zwar war ihm sein Teamkollege Lauren mit dem 1:0 in der Partie einen Schritt voraus, dennoch wollte Henry seine Forschungs-Skills bei seinem anschließenden Tor nicht vertuschen. Immerhin begann die Misere vier Spielzeiten vor seinem Transfer zu den Gunners.


Ian Wright (1997)


Einer, der sich ebenfalls mit den Statistiken befasste war Arsenals Torjäger Wright. Kein Wunder, denn das englische Sturmtalent war vor der Begegnung gegen Bolton nur zwei Tore vom 51 Jahre alten Torrekord Cliff Bastins entfernt. 


Ein wenig verwirrt war der Angreifer dann aber doch: Sein Shirt "179 - Just Done It" zeigte Wright ein Tor zu früh, als er gerade einmal mit dem einstigen Rekord gleichzog. Glücklicherweise brach Wright den Rekord allerdings fünf Minuten später und zeigte nach seinem zweiten Tor in der Partie das Shirt einfach erneut.


Francesco Totti (2012)

Francesco Totti

Während Roma-Legende Totti am letzten Spieltag seiner 17. Saison für die Italiener noch das Tor traf, wartete danach eine 231-tägige Dürre auf den damals 35-Jährigen. Wer hätte das gedacht? Als die lange Wartezeit auf einen erneuten Torerfolg der Legende endlich überwunden war, zeigte Totti sich mit der Aufschrift "Scusate il ritardo" - "Entschuldigung für die Verzögerung". Danach lief es wie am Schnürchen: Noch im selben Spiel erzielte er ein zweites Tor. 


Andrés Iniesta (2010)

Spain's midfielder Andrés Iniesta celebr

In der Verlängerung des WM-Finals 2010 gelang Iniesta der 1:0-Siegtreffer über Holland. Das bedeutendste Tor in der Geschichte der Spanier widmete die Barca-Legende seinem Freund und Ligakollegen Dani Jarque von Espanyol Barcelona, der im Alter von nur 26 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb. 

​Auf der größtmöglichen Fußball-Bühne enthüllte Iniesta sein Shirt mit der Aufschrift "Dani Jarque: immer bei uns". Eine wunderschöne Geste! Das berühmte Unterhemd wurde nach dem Turnier Espanyol-Präsident Daniel Sanchez Llibre überrreicht.


Francesco Totti (1999)

In den Derbys gegen den Erzrivalen Lazio legte Roma-Legende Totti immer noch eine Schippe drauf. Nachdem Totti im Hinspiel gegen den Stadtfeind in letzter Minute zum 3:3 ausgeglichen hatte, warf der Mittelstürmer im Rückspiel noch einmal alles nach vorne. 

​In den letzten Minuten des Rückspiels brachte er seine Mannschaft mit 3:1 in Führung. Die Botschaft in Richtung Lazio war klar: "Vi ho purgato ancora", was wörtlich übersetzt "Ich habe dich wieder gereinigt" bedeutet. Das Verb "purgare" wird auch verwendet, um die Handlung zu beschreiben, jemandem ein Abführmittel zu geben. Auf gut Deutsch: Totti hat Lazio wieder einmal zerstört. Klare Botschaft! 


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