Berichten zufolge planen englische Vereine fest mit der Saison-Beendigung bis zum 30. Juni. Gerade bis Ende Juni auslaufende Verträge bereiten den meisten Klubs Sorgen. Um die Saison halbwegs solide zu Ende zu spielen, ist auch eine allgemeine Verkürzung der in der Regel 38 Spiele umfassenden Premier-League-Spielzeit denkbar. 


Das berichtet der Guardian. Demnach ist für den kommenden Freitag ein weiteres Treffen der Klub-Verantwortlichen geplant, um über die nächsten Schritte während der COVID-19-Pandemie zu entscheiden. Ein Punkt auf der Tagesordnung wird auch die Beendigung der Saison bis zum 30. Juni dieses Jahres sein. 


Was passiert in der Premier League mit auslaufenden Verträgen?


Das ergibt Sinn. Am letzten Juni-Tag laufen viele Verträge von Spielern und weiteren Angestellten aus, die im schlimmsten Fall bereits nicht mehr arbeiten müssten, sollte die Saison doch über den 30. Juni hinaus weiterlaufen. Zwar hat die FIFA in der letzten Woche eine Richtlinie vorgegeben, die besagt, dass Verträge auch über diese Zeit hinaus gestreckt werden können, doch innerhalb der englischen Liga macht man sich dennoch Sorgen, dass ein solcher Beschluss vor dem 'Contract Law', das in England und Wales verantwortlich ist für Verträge, keinen Bestand hat. 

Bei einer Abstimmung über das Ende der Saison, müssten sich mindestens 14 Vereine für das Datum des 30. Juni aussprechen, damit die Spielzeit auch tatsächlich bis zum gewünschten Zeitpunkt zu Ende gespielt wird. Allerdings ist auch jetzt schon beinahe ausgeschlossen, dass jedes Team noch 38 Spiele absolviert. Die meisten Vereine haben noch neun, einige wenige wie ​Manchester City, noch zehn Partien zu absolvieren. Vor dem Hintergrund, dass in England anders als in Deutschland noch kein Teamtraining möglich ist, ein quasi unmögliches Unterfangen. 


Darüberhinaus wird noch zu klären sein, mit welchem Kompromiss alle Vereine zufrieden gestellt werden können. Für einige Klubs geht es nach wie vor um die Teilnahme am europäischen Wettbewerb, und damit um bares Geld. Andere hingegen kämpfen noch gegen den Abstieg. Ebenfalls nicht abzusehen ist, welche Konsequenzen die derzeitige Lage für die kommende Saison hat. Denn schon jetzt ist klar: Die Coronakrise hat auf mindestens zwei Spielzeiten Auswirkungen.