​Die Verantwortlichen des ​FC Bayern München haben in den letzten Wochen wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Der deutsche Rekordmeister hat nicht nur mit ​Thomas Müller, sondern auch mit Cheftrainer Hans-Dieter Flick ​bis 2023 verlängert. Medienberichten zufolge wurde beim neuen Arbeitspapier des 55-jährigen Übungsleiters eine spezielle Vertragsklausel weggelassen, die Auswirkungen auf das Machtgefüge an der Säbener Straße haben soll.


Dem Vernehmen nach gab es in den letzten Monaten zwischen ​Flick und Sportdirektor Hasan Salihamidzic die eine oder andere Meinungsverschiedenheit. Vor allem in Sachen Kaderplanung sollen die beiden Ex-Bayern-Profis unterschiedliche Standpunkte und verschiedene Wunschkandidaten im Auge haben. Dass es immer wieder zu Differenzen gekommen ist, war möglicherweise auch auf eine spezielle Vertragsklausel zurückzuführen.


Laut Informationen der Bild-Zeitung ließ sich Flick im Rahmen seiner Beförderung zum Cheftrainer (Anfang November) schriftlich zusichern, dass er nicht Salihamidzic, sondern direkt dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge unterstellt ist, was zweifelsohne reichlich Konfliktpotenzial beinhaltete. Durch die Vertragsverlängerung soll diese Klausel weggefallen sein. Flick wäre damit Salihamidzic, der ab 1. Juli offiziell neuer Sportvorstand ist, unterstellt. 

Hasan Salihamidzic

Steigt am Saisonende zum Sportvorstand auf: Hasan Salihamidzic


Es wird spannend sein zu sehen, welche Rolle die beiden Ex-Profis bei den Kaderplanungen spielen werden. Hauptverantwortlich dafür ist Salihamidzic, der in der Vergangenheit für seine Aktivitäten auf dem Transfermarkt auch immer wieder Kritik einstecken musste. Flick, der nach seiner Verlängerung angeblich auch bei Transfers ein wichtiges Wörtchen mitreden darf, hat sicherlich klare Vorstellungen, wie er seine Mannschaft für die kommenden Spielzeiten zusammenstellen will. Ob sich diese mit den Planungen von Salihamidzic decken, werden die nächsten Monate zeigen.