Bereits seit Längerem wird über die Zukunft von Ivan Rakitic spekuliert und das aufgrund seines 2021 auslaufenden Vertrags beim ​FC Barcelona. In einem Interview betonte der 32-Jährige nun, dass er angesichts der zahlreichen Spekulationen auch respektiert werden möchte.


"Ich verstehe die Situation, aber ich bin kein Sack Kartoffeln, mit dem man machen kann, was man will", so Ivan Rakitic im Interview mit der Mundo Deportivo (via ​barcawelt). Der Auslöser für diese Bemerkung war eine Frage bezüglich wohl demnächst zunehmender Tauschgeschäfte, da das Coronavirus den Sommer-Transfermarkt stark beeinflussen wird. Rakitic, der sich zuletzt offenbar regelmäßig als mögliches Tauschobjekt verstanden hat, machte diesbezüglich seinen Unmut deutlich.


Barca-Zukunft offen: Rakitic bloß als Teil von Tauschgeschäften?


Schon länger wird über die Zukunft des Mittelfeldspielers gerätselt. Über einige Jahre hat er für Barcelona eine wichtige Rolle übernommen, neben einigen nationalen Titeln auch die ​Champions League gewinnen können. Doch seine große Zeit bei den Katalanen scheint vorbei zu sein, das sehen auch zahlreiche Culés so, die Anhänger Barcelonas. 


Laut den spanischen Sport und Mundo Deportivo gehört Rakitic zu den Spielern, die ​im Sommer den Verein verlassen sollen. So wurde auch spekuliert, der Kroate könne ein Teil eines Tauschgeschäfts mit Inter Mailand sein, um sich die Dienste von Lautaro Martinez sichern zu können. "Ich hoffe, dass ich den Vertrag in diesem Jahr erfüllen kann. Wenn das nicht möglich ist, werden wir uns zusammensetzen", weiß Rakitic seine Situation realistisch einzuschätzen. Nicht zuletzt aufgrund notwendiger Einnahmen scheint es gut möglich zu sein, dass Barca ihn noch im Sommer für eine Ablöse verkaufen möchte - auch wenn die Ablösesumme nicht mehr allzu hoch ausfallen dürfte. 

Ivan Rakitic

Rakitic gehört bei Barcelona längst nicht mehr zum unumstrittenen Stammpersonal


Den eingeforderten Respekt würde der 32-Jährige etwa durch einen ruhig ablaufenden Wechsel zum FC Sevilla bekommen. Mittlerweile ist es eine Art offenes Geheimnis, dass sein voriger Verein wohl auch sein Wunschziel wäre. Ein Angebot oder ein Telefonat gab es laut Rakitic jedoch noch nicht. Sevilla wird wohl ohnehin nicht die finanziellen Mittel haben, um diesen Transfer stemmen zu können. 


Allerdings immer nur als mögliches Tauschobjekt angesehen zu werden, um die Preise von Martinez oder auch Neymar zu drücken, das möchte er nicht: "Man kann immer mit mir reden, aber das Wichtigste ist, dass ich an einem Ort sein möchte, an dem man mich haben will, wo ich respektiert und gebraucht werde und an dem ich und meine Familie sich wohlfühlen." Sollte dies in Barcelona sein, wäre das "wunderbar" - falls nicht, würde Rakitic selbst über seinen nächsten Wechsel entscheiden wollen "und nicht irgendwohin, wo jemand anderes entscheidet, dass ich dorthin muss."