​Die Beziehung zwischen dem ​SV Werder und der Stadt Bremen ist angeschlagen. In der politischen wie sportlichen Debatte um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs, könnte der Senat weitreichende Entscheidungen treffen. Werder will auf diesen Fall vorbereitet sein.


Wird es Geisterspiele im Bremer Weserstadion geben? Mit dieser Frage müssen sich Veranstalter und Stadt immer mehr beschäftigen. Um die Bundesligasaison noch in diesem Sommer zu Ende zu bringen, werden Partien ohne Zuschauer die einzige Option bleiben. Innensenator Ulrich Mäurer sieht diese an der Weser kritisch.


In den vergangenen Tagen äußerte sich der Politiker bereits ​negativ gegenüber anstehenden Geisterspielen. Er hege "größte Zweifel, ob es jemals zu diesen Geisterspielen kommen wird"; speziell in Bremen. Der Senat könnte Werder erneut einen Riegel vorschieben. Doch die Grün-Weißen treffen erste Vorbereitungen.


Hamburg, Hannover oder Wolfsburg kommen in Frage


​Sollte der Aufsichtsrat der Bremer Weserstadion GmbH solche Spiele verbieten, müsste sich der SVW kurzfristig einen anderen Spielort suchen. Laut dem ​Weserkurier arbeitet der Verein bereits an Plänen, die einen Umzug vorsehen könnten. Da die Duelle ohne Zuschauer stattfinden, ist dies rein strukturell keine große Hürde.


Auch für die Deutsche Fußballliga ist ein Standortwechsel "in besonders begründeten Ausnahmefällen aus übergeordnetem Interesse möglich". Damit stellt sich für die Norddeutschen nur noch die Frage, wo die Heimspiele im Ernstfall ausgetragen werden könnten. Als erste Optionen kommen ​Hannover​Wolfsburg sowie Oldenburg in Frage.

Eintracht Frankfurt v Werder Bremen - DFB Cup

Trägt Werder seine Geisterspiele im fremden Stadion aus?



Soweit alle Auflagen der Liga erfüllt sind, spricht nichts gegen einen Umzug zu diesen umliegenden Plätzen. Eine möglicherweise problematische Beschaffenheit des Rasens ließe sich mit Sicherheit umgehen. Auch das Volksparkstadion in ​Hamburg wird dennoch unweigerlich in Betracht gezogen.


Ob dieses Szenario jemals zustande kommen wird, ist sehr fraglich. Dafür müsste in den kommenden Wochen schon sehr viel zusammen kommen. Unmöglich scheint aber selbst dieser Tabubruch nicht mehr.