Zum 1. Januar diesen Jahres hat Oliver Kahn sein Amt als Vorstandsmitglied beim ​FC Bayern angetreten. In dieser Woche wird er also die 100-Tage-Grenze erreichen, die oftmals für ein erstes Zwischenzeugnis genutzt wird. Von Uli Hoeneß wird er quasi mit der Bestnote ausgezeichnet, und auch Ottmar Hitzfeld sieht in ihm "die perfekte Wahl".


Was die noch halbwegs neue Position von Oliver Kahn als Vorstandsmitglied bei den Bayern betrifft, sind sich viele einig: Da werden sowohl Kahn als auch der Verein an sich stark voneinander profitieren. Am kommenden Donnerstag wird er seinen 100. Tag im Amt verrichten. 


Kahn hat Erwartungen "zu 100 Prozent erfüllt" - Hoeneß erkennt eine "total richtige Entscheidung"


Ex-Präsident und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hoeneß stellt dem ehemaligen Nationaltorwart ein tolles Zeugnis dazu aus. Kahns Einstand beurteilte er gegenüber dem kicker als "optimal". Hoeneß war an der Anstellung maßgeblich beteiligt und sieht dies bereits jetzt als vollkommen richtig an: "Er hat alle meine Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Und ich bin sehr optimistisch, dass es die total richtige Entscheidung war, Oliver da einzubauen. Das sieht man schon jetzt." 


Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic lobte Kahn, der ohnehin ein "absoluter Teamplayer" sei: "Oliver gibt viel Input, er ist eine Bereicherung in jeder Diskussion. [...] Fachlich und menschlich Note 1." Dieses Vertrauen scheint auf gegenseitiger Basis zu beruhen. Im Sportbild-Interview vor einer Woche erklärte Kahn, Salihamidzic überzeuge durch eine ​"zielorientierte und strukturierte" Arbeitsweise. In der Führungsetage scheinen sich die Verantwortlichen zu schätzen, sowohl in der täglichen, professionellen Arbeit, als auch persönlich. Ein wichtiges Fundament für eine erfolgreiche Zukunft.

Hansi Flick,Oliver Kahn

Kahn war auch schon im Katar-Trainingslager dabei - dort stellte er sich der Mannschaft vor



"Diese Entwicklung ist für mich logisch", erklärte auch Ottmar Hitzfeld (via kicker) im Bezug auf die Karriereleiter Kahns. Zusammen hatten die beiden 2001 die Champions League gewinnen können und über etwas mehr siebeneinhalb Jahre zusammengearbeitet. "Oliver kennt im Fußball alles, er hat einen riesigen Erfahrungsschatz. Er war die perfekte Wahl für diesen Posten", so Hitzfeld weiter. 


Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, in der sich Kahn zunächst einen Überblick über seinen Arbeitsbereich und die sämtlichen Mitarbeiter an der Säbener Straße gemacht hat, ist er bereits vollumfassend involviert. So hat er beispielsweise bei den Vertragsgesprächen mit Thomas Müller (Dienstag ​bis 2023 verlängert) mitgewirkt, so der kicker. Zum 1. Januar 2022 soll er Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzenden beerben. Bis dahin hat er aber noch einige Monate und viel Arbeit vor sich - sollte er sie so offenkundig "optimal" weiterführen, dürften seinen Beobachtern demnächst die Superlativen ausgehen.