​Am 30. Juni laufen bei so gut wie allen Bundesligisten die Verträge einiger Spieler aus. Noch ist völlig unklar, ob und in welcher Form die Saison bis dahin beendet sein wird. Dies gilt natürlich auch für die ​Hertha aus Berlin, bei der gleich acht Spieler vor ihrem Vertragsende stehen. Der kicker jedenfalls prognostiziert den Abgang der meisten von ihnen.


Allen voran die Oldies Vedad Ibisevic (35) und Salomon Kalou (34). Beide rein sportlich schon längst nicht mehr unverzichtbar, gelten sie dennoch als Image-Träger für den Hauptstadtklub - und sollen deshalb mittelfristig in das Organigramm der Alten Dame eingeflochten werden. Nur ihre aktive Karriere werden sie vorher wohl woanders ausklingen lassen.


Wohl gar keine Zukunft in Berlin, weder als Spieler noch als Funktionär, dürfte der Slowake Peter Pekarik haben. Der 33-jährige spielt sei acht Jahren beim Klub, in dieser Saison aber nicht zuletzt auch aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme überhaupt keine Rolle mehr. Sein Abschied ist sicher.


Ein weiterer Routinier hat indes bereits vor längerem angekündigt, dem Olympiastadion den Rücken kehren zu wollen: Per Skjelbred wird nach insgesamt neun Jahren in Deutschland (beim HSV und bei der Hertha) in seine norwegischen Heimat zurückkehren. Zwar hätte die Hertha ihm wohl gerne noch ein weiteres Jahr angeboten, ging letztlich aber auf seinen Wunsch, in sein Geburtsland zurückzugehen, ein.


Thomas Kraft ist aktuell Torwart Nummer zwei hinter Rune Jarstein. Doch ob die Hertha mit dem ehemaligen Bayern-Keeper in die Saison 2020/21 gehen wird, gilt aktuell als unwahrscheinlich. Der Klub plant nämlich die Verpflichtung eines neuen Back-ups für Jarstein - was für Kraft das Ende seiner Zeit in der deutschen Hauptstadt bedeuten würde. Zudem steht auch das Interesse an Loris Karius im Raum, der sich dann mit Jarstein um die Nummer eins streiten würde.


Kann Hertha den Preis für Wolf drücken?


Auch für Alexander Esswein dürfte das Kapitel Berlin im Sommer vorbei sein. In der aktuellen Spielzeit stehen für den 30-jährigen Außenstürmer lediglich zwei Kurzauftritte (mit insgesamt 41 Minuten Einsatzzeit) zu Buche. Zu wenig für einen eigentlich noch voll im Saft stehenden Profi. 


Noch jünger als Esswein sind die beiden Leih-Spieler Marko Grujic (23) und Marius Wolf (24). Während der Serbe eine im Vergleich zum Vorjahr doch sehr enttäuschende Saison spielt, und im Sommer  wohl zurück nach Liverpool gehen wird, ist die Personalie Wolf noch völlig offen. Die Leihgabe vom BVB konnte sich in Berlin in die Stammelf spielen, weshalb die Berliner Verantwortlichen den Rechtsaußen wohl auch liebend gerne fix verpflichten würden. Doch die vertraglich fixierte Kaupfoption in Höhe von 20 Millionen Euro ist ein Brett. Auch für den durch die Windhorst-Millionen gepimpten Big City Club. Sollte sich der BVB hier nicht verhandlungsbereit zeigen, würde es wohl auf einen Abschied Wolfs hinauslaufen.


In der Summe bleiben aus der Gruppe der acht Spieler, deren Arbeitspapiere im Sommer enden, also ein bis maximal zwei Spieler, die auch noch in der kommenden Spielzeit für die Herha auflaufen könnten. 


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