Quo vadis, Robin Koch? Der Nationalspieler will den SC Freiburg verlassen und den berühmten nächsten Karriereschritt gehen. Doch die Corona-Krise könnte diese Pläne durchkreuzen. Im Breisgau jedenfalls ist man bereit zu pokern...


Dass der ​SC Freiburg zwei deutsche A-Nationalspieler in seinen Reihen hat, zeigt die gute Arbeit im Breisgau und welch starke Saison das Team von Trainer Christian Streich bislang hingelegt hat. Beim Sport-Club schafft man es, aus den beschränkten Mitteln, das Optimum herauszuholen.


Neben Luca Waldschmidt ist dabei Robin Koch das wertvollste Tafelsilber in Freiburg. Dumm nur, dass der Defensiv-Allrounder nur noch bis 2021 unter Vertrag steht. Koch hat in der jüngsten Vergangenheit bereits zahlreiche Interessenten auf den Plan gerufen. Vor allem Benfica zeigt ernsthaftes Interesse - der 23-Jährige wird aber auch intensiv mit ​RB Leipzig in Verbindung gebracht. Im Winter scheiterte ein Transfer zu den Roten Bullen. Laut kicker-Infos war Koch darüber nicht sonderlich begeistert.


Koch-Abgang im Sommer klar - oder doch nicht?


Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Koch den SC am Saisonende verlassen. ​Für den zweifachen Nationalspieler dürfte Freiburg zu klein geworden sein, der Klub würde in diesem Sommer die letzte Chance haben, eine ordentliche Ablöse zu generieren.


Die Corona-Krise ist dabei aber ein großer Stolperstein. Zumindest kurzfristig werden die Preise auf dem Markt sinken. Kochs Martkwert wird derzeit auf 18 Millionen Euro geschätzt, der SC hätte wohl gerne eine Ablöse um die 20 Millionen Euro. Fraglich, ob ein Klub dazu bereit ist, diesen Preis bei nur noch einem Jahr Restvertrag zu bezahlen. 


Freiburg bereit zu pokern


Der auf den ersten Blick sichere Sommer-Abgang könnte deshalb wackeln. In Freiburg, so berichtet der kicker weiter, will man den Nationalspieler nicht weit unter Marktwert abgeben. Zur Not müsste Koch also bis zum Ende seines Vertrages beim SC bleiben. Der würde dann auf eine Ablöse verzichten. Eine mögliche Rechnung dabei: Mit Koch ist der Klassenerhalt wahrscheinlicher - und der bringt schlicht mehr Geld ein, als mögliche Ablöse-Millionen für den Spieler selbst.

Robin Koch

Das SC-Motto: Teamerfolg über Koch-Millionen


Der Ausgang der Geschichte ist also offener, als man zunächst vermuten könnte...


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