Der​ VfB ist momentan die fußballerische Heimat von vier Spielern, welche nicht fest bei den Schwaben unter Vertrag stehen. Alle vier haben sich zu absoluten Stammspielern gemausert und sind teils sogar tragende Säulen des Teams. 90min hat ​im ersten Teil bereits die Zukunftstendenzen der verliehenen Kickern bewerten, nun folgt Teil zwei, in dem die Zukunftsfrage der geliehenen Spielern aufgearbeitet wird. Auch hier gilt: Nicht immer ist eine klare Beantwortung der Zukunftsfrage möglich, aber Tendenzen haben sich deutlich abgezeichnet.


Egal ob Rückhalt Gregor Kobel, Zweikampfmonster Nathaniel Phillips, Abräumer Wataru Endo, oder Dauerbrenner Pascal Stenzel; sie alle halfen tatkräftig mit den VfB spielerisch dahin zu bringen, wo sie momentan stehen - auf einen Aufstiegsplatz.


Torhüter Gregor Kobel: Von der TSG Hoffenheim - Marktwert: fünf Millionen Euro

Gregor Kobel


Zu Anfang der Saison wurde ein Rennen um die Nummer eins zwischen Fabian Bredlow und Gregor Kobel ausgerufen, schnell wurde klar, dass der Schweizer Kobel diesen Konkurrenzkampf für sich entschieden hatte. Leider gehört er dem VfB nicht sondern dem Erstligisten aus ​Hoffenheim. Klar ist der ehemalige Junioren-Nationaltorwart der Schweiz fühlt sich wohl im Schwabenland, allerdings besitzt man in ​Stuttgart keine Kaufoption für das Torwart-Talent.


Hoffnung für eine Verpflichtung darf man aus einem anderen Fakt schöpfen: Hoffenheim hat schon drei gestandene Keeper. Mit den Namen Oliver Baumann, Phillip Pentke und Michael Esser. Der Stuttgarter Leihspieler wird eigentlich im Kraichgau nicht benötigt. Fünf Millionen Euro Marktwert gibt es als Verhandlungsbasis für die Badener. In diesem Rahmen sollte sich auch die Ablöse bewegen.


Prognose: Der VfB ist gewillt Gregor Kobel langfristig an sich zu binden und aufgrund der momentan exzellent aufgestellten Torhüterposition der Hoffenheimer, darf man sich in Stuttgart wohl große Chancen auf eine Festverpflichtung machen.


Verteidiger Nathaniel Phillips: Vom FC Liverpool - Marktwert: 800.000 Euro

Lucas Alario ,Nathaniel Philips

Eine recht chaotische Saison hat Nathaniel Philips bereits hinter sich; erst im August nach Stuttgart gekommen, im Winter für ein Spiel nach ​Liverpool an die Seite von Virgil van Dijk zurückverfrachtet, um eine Woche später wieder für die Schwaben über den Rasen zu grätschen.


​Er war eigentlich nur als die Notlösung für den am ersten Spieltag verletzten Marcin Kaminski gedacht. Durch eine Welle von verletzten Innenverteidigern rutschte der Engländer in die Stammelf der Schwaben. Eine Kaufoption besitzt der VfB in diesem Falle nicht. Die Verhandlungsposition ist allerdings anders als bei Kollege Kobel. Mag man den Worten Jürgen Klopps Glauben schenken, so sei Philips wohl im nächsten Jahr eingeplant bei den Jungs von der Merseyside. Seine Chancen zum Abwehrspieler Nummer vier beim Champions-League-Titelverteidiger aufzusteigen stehen nicht allzu schlecht.


Prognose: Man darf davon ausgehen, dass der Innenverteidiger erstmal auf die Insel zurückkehren wird, um dort die Saisonvorbereitung zu durchlaufen. Sollte diese im Sinne des Engländers verlaufen, so wird er ziemlich sicher nicht in die Kesselstadt zurückkommen.


Verteidiger Pascal Stenzel: Vom SC Freiburg - Marktwert drei Millionen Euro

Pascal Stenzel, Reinhold Yabo

​Vom ersten Tag an war er unangefochtener Stammspieler; Pascal Stenzel ist ein Dauerbrenner im VfB-Dress, egal ob auf der Außenverteidigerposition oder als Teil einer Dreierkette. Sportvorstand Hitzelsperger signalisierte bereits, dass man gewillt sei, denn gebürtigen Ost-Westfalen langfristig an den Neckar zu holen. Auch Stenzel ist dem nicht abgeneigt und bereits in Verhandlungen mit den Verantwortlichen. Auch hier gibt es keine verankerte Kaufoption mit dem ​SC Freiburg. Mit Jonathan Schmid und Lukas Kübler haben die Breisgauer schon zwei etablierte Rechtsverteidiger. 


Prognose: Stenzel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit fest verpflichtet, denn sein Vertrag in Freiburg läuft nur bis 2021, also müsste der Mann mit der Nr. 15 unter Marktwert zu haben sein. zwei bis 2,5 Millionen Euro Ablöse scheinen realistisch.


Mittelfeldspieler Wataru Endo: Von Sint Truideen - Marktwert 2 Millionen Euro

Tobias Kempe,Wataru Endo

Der Senkrechtstarter im Team der Rot-Weißen. Die ersten elf Spieltage war er völlig außen vor, ohne jegliche Spielminute, danach ging es exponentiell nach oben, jedes Spiel war im Prinzip sein Spiel. Abräumer, Strukturgeber und Aufbauspieler - der kleine Japaner vereint fast alle Fähigkeiten, die ein defensiver Mittelfeldspieler benötigt, in sich. Nur das Torerschießen hat der Nationalspieler aus Asien nicht erfunden. Die Verhandlungsposition ist genial für den VfB, denn für Endo hat man eine Kaufoption. Nach der Waiblinger Zeitung soll ​die Kaufoption bei 1,7 Millionen liegen und diese wird der VfB am Ende der Saison aller Anschein nach ziehen.


Prognose: Dieses mal ist es mehr als nur eine Prognose. Wataru Endo wird auch im nächsten Jahr in der Mercedes-Benz Arena zu bestaunen sein.