Die ausgesprochene Sperre für ​Manchester City, zwei Spielzeiten nicht an der Champions League teilnehmen zu dürfen, soll auch während der laufenden Einsprüche gelten - das fordern acht Vereine aus der ​Premier League, darunter auch der ​FC Liverpool und ​Manchester United. Die Klubs haben sich diesbezüglich zusammengeschlossen.


Im Februar kam die Sperre ebenso unerwartet wie knallhart: Die UEFA hatte entschieden, dass Manchester City für zwei Spielzeiten nicht für die Champions League zugelassen wird. Der Grund dafür waren Brüche der Financial-Fair-Play-Regelungen. Zusätzlich muss der Verein 30 Millionen Euro an Strafe zahlen. Umgehend ging City in Berufung, doch der Fall dauert noch immer an. 


Man City soll die Strafe antreten und nicht verzögern dürfen - Konkurrenten sorgen vor


Nun haben sich ganze acht Vereine aus der aktuellen Top-10 der Premier League zusammengeschlossen, um einzufordern, dass die Strafe auch während der noch laufenden Berufung gültig ist - ​das berichtet die britische Daily Mail. Die zwei verbliebenen Vereine sind Aufsteiger Sheffield United und natürlich die Skyblues selbst. In anderen Worten: Liverpool, ​Chelsea, Man United, ​Arsenal und Co. wollen sicherstellen, dass Manchester City tatsächlich nicht an der europäischen Königsklasse teilnehmen kann.


Dafür haben sich die Vereine zusammengeschlossen und gemeinsam an den internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne (Schweiz) geschrieben. Für das Unterfangen haben sich die Klubs auf eine Anwaltskanzlei geeinigt, die ihre Anliegen nun vertritt. Demnach möchte man in harte Opposition treten, falls Man City eine vorübergehende Aussetzung der Strafe fordert, während der Fall noch läuft. Das war bisher allerdings noch nicht der Fall.

Aston Villa v Manchester City - Carabao Cup Final

Während der bestrafte Topklub eine Art Verschwörung der anderen Vereine wittert, soll eine Quelle dieser Kontrahenten der Daily Mail gesagt haben, dass man nun endgültig genug habe: "Das Gefühl sagt, genug ist genug. City kam mit Regelbrüchen schon zu lange davon, sodass sich mindestens ein anderer Verein nicht für die Champions League qualifizieren konnte. Man befürchtet, dass sie ihre Bestrafung verzögern und - falls die den Fall gewinnen - ungestraft davonkommen, was schlicht unverschämt wäre."


Eigentlich hatte man sich eine schnelle Urteilssprechung erhofft, doch durch den derzeit grassierenden Coronavirus musste der Sportgerichtshof die Anhörungen bis frühestens auf den kommenden Mai verschieben. So wäre eine theoretische Verschiebung der endgültigen Entscheidung bis in den Sommer möglich. Dagegen wollen die acht Vereine aus England vorgehen.