​Beim ​FC Bayern München bahnt sich ein spektakulärer Abgang an. Wie zuletzt auch von ihm selbst bestätigt, plant Verteidiger​ David Alaba offenbar, ein neues Kapitel in seiner Karriere zu schreiben - und seinen Abschied aus München zu forcieren. Wohin es den Österreicher ziehen wird, ist noch unklar.


Doch dass Alaba die Bayern in diesem Sommer verlässt, wird auch durch die gleichzeitig aufkommenden Gerüchte um einen Berater-Wechsel des Kickers befeuert. Bislang kümmerte sich Vater George um die Geschicke seines Filius. Doch der plant nun offenbar, sich mit dem israelischen Star-Berater Pini Zahavi zusammenzuschließen. Der hatte z.B. seine Finger beim Weltrekord-Transfer von Neymar zu PSG vor drei Jahren im Spiel. 


Pini Zahavi? In München werden sie sich noch ganz genau an den Spielerberater erinnern. Denn vor zwei Jahren nahm Robert Lewandowski Zahavis Dienste in Anspruch, um so seinen Transfer zu Real Madrid in die Wege zu leiten. Es folgte ein wochenlanges Tauziehen und zähe Verhandlungen, ehe die Münchener den Polen von einem Bleiben in der Isarmetropole überzeugen konnten. Eine saftige Gehaltserhöhung tat ihr übriges. 


Sky-Experte: "Zeichen stehen auf Abgang!"


Jetzt könnte Alaba also auf Lewas Spuren wandeln - und seinerseits einen lukrativen Deal mit einem der in Betracht kommenden Abnehmer-Klubs aushandeln. Sky-Reporter (und Transfer-Experte) Marc Behrenbeck geht jedenfalls fest von einem Abgang Alabas aus: "Die Zeichen bei Alaba stehen auf Abschied, das hört man in jedem Interview heraus. Er kokettiert damit, dass er Lust auf etwas Neues hat und das hört man auch aus seinem Umfeld. Er ist jetzt bereit - kurz bevor er 28 Jahre alt wird - eine neue Herausforderung anzutreten. Er will unbedingt die Champions League gewinnen und die Wahrscheinlichkeit dafür sieht er bei anderen Vereinen etwas größer. Deswegen ist er für den Sommer eine der Top-Transfer-Möglichkeiten", so Behrenbeck. 


Real und Barça seit Langem mit Interesse an Alaba


Tatsächlich gibt es nicht all zu viele Klubs, die für einen Weltklassespieler wie Alaba in Frage kommen. Die beiden spanischen Großklubs, FC Barcelona und Real Madrid, sind dabei sicherlich ganz weit vorne. Und das auch schon seit einiger Zeit. Denn im Grunde genommen ist seit 2018 keine Transferperiode vergangen, in der die beiden Top-Flights des spanischen Fußballs nicht über Alaba nachgedacht haben. Jetzt, wo das Ende seines bis Sommer 2021 befristeten Vertrages immer näher kommt, nehmen diese Gerüchte natürlich noch an Fahrt auf. 


Vor zwei Jahren hätten die Münchener sich auch gar nicht erst an den Tisch gesetzt, um zu verhandeln. Doch auch sie haben seitdem ihre Hausaufgaben gemacht und in Alphonso Davies und Lucas Hernández zwei vermeintlich gleichwertige Back-ups verpflichtet, sodass sie sich auch im Falle eines Alaba-Wegganges auf der sicheren Seite wähnen.


Insgesamt deutet die gesamte Gemengelage - auch wenn Alaba sich in seinen jüngsten Aussagen auch stets die Option eines Verbleibes in München vorbehält - auf einen Wechsel in diesem Sommer hin: Der Spieler will auf dem Zenit seiner Karriere nochmal eine neue Erfahrung sammeln, die Bayern sind personell mit Alternativen gerüstet und sowohl die Madrilenen als auch die Katalanen könnten ein Upgrade auf der linken Abwehrseite gut gebrauchen. Die Ablösesumme dürfte sich bei marktüblichen 70 bis 80 Millionen Euro einpendeln.