​Der ​FC Bayern ist nach wie vor auf der Suche nach mindestens einem neuen Flügelspieler. Nach der Saison wird es mit Sicherheit Verstärkungen geben, doch wie viel werden die Münchener bereit sein, in eine neue Flügelzange zu investieren? 


Momentan stehen mit viel Wohlwollen vier Spieler im Kader des FC Bayern München, die auf den offensiven Außenpositionen anlagengerecht eingesetzt werden können. Doch mit Alphonso Davies, den man in starker Verfassung als Linksverteidiger bewundern durfte, und Serge Gnabry, den es durch den Lewandowski-Ausfall zuletzt eher in das Sturmzentrum zog, wurden zwei Profis auch in anderen Rollen aktiv. 


Kingsley Coman verpasste in der laufenden Spielzeit bereits zehn Partien aufgrund von Verletzungen und zeigte sich bei seinen Auftritten mal überragend, mal blass. Der letzte Kandidat im Bunde ist Ivan Perisic, doch der mittlerweile 31-jährige Kroate laborierte die letzten acht Pflichtspiele an einer Knöchelverletzung und scheint zudem seinen Zenit langsam überschritten zu haben. 


Um etwaige Ausfälle von Coman und Gnabry aufzufangen, muss der Kader in diesem Bereich auf jeden Fall Zuwachs bekommen - zuletzt bekleidete der dafür wenig geeignete Coutinho den Flügel. Um perspektivisch nicht den internationalen Anschluss zu verlieren, muss es den Bayern jedoch um Verstärkungen und nicht um schlichte Kadererweiterungen gehen.


Sané als Wunschlösung - und wer noch?


Es ist bekannt, dass der deutsche Rekordmeister bereits im letzten Sommer versuchte, Leroy Sané von ​Manchester City zu verpflichten. Die Kreuzbandverletzung des deutschen Nationalspielers ließ den Transfer jedoch kurzfristig platzen. In diesem Jahr ​will Sportdirektor Hasan Salihamidzic ​den wiedergenesenen Sané unbedingt holen, doch ein weiterer offensiver Außen wäre den Bayern anzuraten.


Kürzlich tauchte das ​Gerücht um den Brasilianer Willian vom ​FC Chelsea auf und auch dessen wesentlich jüngerer Landsmann ​Pepê soll in den Fokus der Münchener geraten sein. Für die Breite sind dies sicherlich denkbare Transfers, doch wären sie keine wirklichen Upgrades zum vorhandenen Spielermaterial. 


Sancho und Sané als Statement 


Noch ist ungewiss, ob, wann und in welcher Form die laufende Saison weitergeht. Dass Jadon Sancho ​Borussia Dortmund verlassen wird, ist jedoch ein wahrscheinliches Szenario. Unabhängig von einer fast sicheren ​Verpflichtung von Sané, sollten sich die Bayern auch um den jungen Engländer bemühen. 


Eine Flügelzange bestehend aus dem 24-jährigen Linksfuß Leroy Sané und seinem dann 20-jährigen Pendant Jadon Sancho wäre nicht nur sportlich, sondern auch für das Standing der Münchener in Deutschland und Europa eine klare Ansage. Sicherlich würden beide Transfers eine enorme Summe verschlingen und vermutlich Rekordausgaben für den FC Bayern bedeuten. Den heutzutage gern zitierten "Mehrwert" der beiden Jungstars und ihre Qualität sollte man jedoch nicht unberücksichtigt lassen. 


Zudem schreien ihre Nachnamen förmlich nach einer neuen kreativen Meisterleistung der Fachmedien: Aus "RibRob" würde dann schlicht "SanSan" werden.