Durch die auf Eis gelegte Saison in den meisten Ländern Europas geht es vielen Vereinen finanziell an die Substanz, auch Profi-Klubs werden zukünftig Probleme bekommen. ​Kölns Manager Horst Heldt regte deshalb an, das System in der Bundesliga noch einmal zu hinterfragen und über die Abschaffung der 50+1-Regel zumindest nachzudenken.


Laut kicker sagte Horst Heldt am Dienstag: "Ich möchte nicht dastehen und am Ende des Tages bleibt als einziges übrig, dass es heißt: Heldt will die 50+1-Regelung öffnen. Ich glaube aber trotz alledem, dass es immer sinnvoll ist, in Krisen das ganze System zu hinterfragen. Trotzdem bleibe ich aber auch Fußballromantiker und möchte mir das auch nicht nehmen lassen. Doch in der Verantwortung, in der ich und andere stehen, ist es wichtig, seine Lehren zu ziehen."


Heldt sagte dies auch deshalb, weil es neben den Spielern auf dem Rasen noch um viel mehr geht - mehr als 50.000 Arbeitsplätze sind direkt mit dem Fußball verbunden und bangen derzeit teilweise um ihre Existenz. Die Vereine seien von der DFL am Montag beauftragt worden, die finanzielle Situation im eigenen Haus zu klären und ab wann es Eng werden könnte.



"Da haben wir unsere Hausaufgaben bekommen, dass wir Kassensturz machen. Das hat auch schon vorher stattgefunden. Um zu gucken: Wann ist es überlebenswichtig, wieder Fußball zu spielen", berichtete Heldt. "Wir wissen, dass wir auch gesellschaftlich unserer Verantwortung gerecht werden müssen. Wir werden uns wie jeder andere Mensch an die Vorgaben der Politik halten. Das ist wichtig und richtig. Es geht darum, den Virus einzudämmen."


Vereine, die einen Investor haben und dementsprechend nicht auf Einnahmen von sonstigen Sponsoren, dem Fernsehern oder der Zuschauer im Stadion angewiesen sind, stehen in der aktuellen Krisenzeit sicher besser da, weswegen Heldts Anmerkung richtig ist, in solchen Zeiten das System zu hinterfragen. Doch noch sind die Folgen des ​Coronavirus nicht abschließend bekannt, wann wieder gespielt wird ebenso wenig - fürs erste ist deshalb Abwarten angesagt.