Seit der Winter-Transferperiode wird Sergino Dest von Ajax Amsterdam als potentieller Neuzugang beim FC Bayern gehandelt. Für Spekulationen sorgte der 19 Jahre junge Rechtsverteidiger mit seinem Besuch beim Pokalspiel zwischen Bayern und Hoffenheim (4:3), den er kürzlich gegenüber dem Fanzine AjaxLife bestätigte. Dabei habe auch das kolportierte Interesse des Rekordmeisters eine Rolle gespielt, der Hauptgrund sei jedoch ein anderer gewesen.


Schon im Januar soll Dest auf dem Zettel der Münchner gestanden haben, schlussendlich entschied man sich jedoch für die Leihe von Alvaro Odriozola, der im Sommer wieder zu ​Real Madrid zurückkehren dürfte. Mit Blick auf die neue Saison könnte die Personalie Dest wieder an Brisanz gewinnen, Medienberichten zufolge soll Ajax Amsterdam bereit sein, den Außenverteidiger für etwa 30 Millionen Euro ziehen zu lassen.


Dass er Anfang Februar in der Allianz Arena gesichtet wurde, befeuerte die Gerüchteküche. Wie Dest nun erklärte, hing der Besuch zwar auch, aber nicht allein vom FC Bayern ab: "Ich war hauptsächlich da, weil ich dort Familie habe. Aber ich dachte: Wenn Bayern wirklich interessiert ist, dann möchte ich ein bisschen etwas über den Klub wissen. Deshalb dachte ich, dass es schön wäre, mich mal dort umzusehen", so der US-amerikanische Nationalspieler (zitiert via transfermarkt.de).

Sergino Dest

Weder hätten ihn die Münchner eingeladen, noch habe er mit ihnen verhandelt: "Es war nicht so, dass ich auf Bayerns Einladung da war, wie spekuliert wurde. Da war nichts weiter dahinter." Dest steht bis 2022 in Amsterdam unter Vertrag, spielt seit acht Jahren für den niederländischen Rekordmeister und debütierte im Juli vergangenen Jahres bei den Profis. Mit ihm besitzt der Klub das nächste Juwel in den eigenen Reihen, das schon bald eine ordentliche Ablösesumme einbringen könnte, nachdem bereits ​der 40 Millionen Euro teure Transfer von Hakim Ziyech zum FC Chelsea abgewickelt wurde.


Hoeneß über Corona-Krise: "Vielleicht müssen wir im Oktober noch aufhören"


Ob das Transferfenster im Sommer geöffnet wird und das Tagesgeschäft ganz normal weitergeht, lässt sich wegen der Corona-Pandemie allerdings nur schwer sagen. Am Sonntagmorgen plädierte Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß im Doppelpass dafür, die Entwicklung abzuwarten und die Europameisterschaft zu verschieben: "Es macht überhaupt keinen Sinn, im Juni in 12 Städten die EM zu spielen. Wir müssen endlich der Realität ins Auge sehen. Wir müssen jetzt vier Wochen warten und sehen, wie es weitergeht. Vielleicht müssen wir im Oktober noch aufhören, Fußball zu spielen", so Hoeneß.

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