​Das für den Montag angesetzte Bundesliga-Spiel zwischen dem ​SV Werder Bremen und ​Bayer Leverkusen (20.30 Uhr) wurde offiziell abgesagt. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hat entschieden, die Partie - die sowieso vor leeren Rängen ausgetragen worden wäre - nun gänzlich abzusetzen.


Als Grund nannte Mäurer die Befürchtung, dass mit einem massiven Aufkommen von bis zu 1000 Hooligans zu rechnen sein. 


Für den SV Werder Bremen ist es bereits die zweite ausgefallene Bundesligabegegnung binnen weniger Wochen. Schon das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt im Rahmen des 24. Spieltages konnte wegen der Verschiebung des Europa League-Rückspiels zwischen RB Salzburg und der SGE nicht planmäßig stattfinden. 


Psychologischer Druck würde durch die Tabellenkonstellation verschärft


Da ansonsten die im Rahmen des 26. Spieltages für heute, morgen und übermorgen terminierten Spiele in Liga eins stattfinden, könnte sich für Werders Profis demnächst ein massives psychologisches Problem ergeben. 


Sollten nämlich die vor ihnen liegenden Konkurrenten im Abstiegskampf (FSV Mainz, Fortuna Düsseldorf) punkten, womöglich sogar dreifach, würden sie in der Tabelle enteilen. Im für Werder ungünstigsten Fall könnten die Mainzer nach diesem Wochenende neun Punkte, die Düsseldorfer sieben Zähler vor den Norddeutschen liegen. 


Nun behaupten Profi-Fußballer gerne, dass ihnen das Tabellenbild in der Regal egal sei. Und das mag man den meisten auch glauben. Allein: Durch die ab nächster Woche zu erwartende und zeitlich unbestimmte Zwangspause werden auch die Werder-Profis genügend Zeit haben, und sei es unfreiwillig, öfter einen Blick auf das Tableau zu werfen. 


Zwar kann man natürlich, aus Werder-Sicht, gedanklich dem faktischen Punktekonto einfach sechs Zähler hinzufügen, doch wollen die sportlich herausfordernden Spiele gegen die Eintracht und gegen Bayer auch erstmal gewonnen werden. Förderlich für das Bremer Selbstbewusstein dürfte der Blick auf die Tabelle in den kommenden Wochen nicht unbedingt sein.