2014 verkaufte der ​FC Bayern Toni Kroos an ​Real Madrid. Sechs Jahre später könnte der Mittelfeldspieler angeblich zurückkehren, wie der spanische Journalist Eduardo Inda bei El Chiringuito TV verriet. Glaubwürdig erscheint diese Behauptung jedoch nicht.


Der Reihe nach: Für 25 Millionen Euro wechselte Kroos nach dem WM-Triumph in Brasilien von München nach Madrid, erspielte sich infolgedessen einen Stammplatz bei den Blancos und verlängerte seinen Vertrag erst im Mai vergangenen Jahres bis 2023. 266 Pflichtspiele hat Kroos für Real absolviert, sein Marktwert wird auf 60 Millionen Euro geschätzt. Angeblich soll das Verhältnis zu Zinedine Zidane aber nicht mehr das Beste sein.

Schuld daran seien angeblich die Personalentscheidungen des Trainers. Kroos schmorte ​im Champions-League-Spiel gegen Manchester City (1:2) über 90 Minuten ​auf der Bank und wurde am vergangenen Sonntag nach 69 Minuten ausgewechselt, als Real ​auch bei Betis Sevilla verlor. Laut dem Portal DiarioMadridista, das Indas Aussagen zusammengefasst hat, sei Kroos' Abgang nicht mehr ausgeschlossen, obwohl er sich in der spanischen Landeshauptstadt wohl fühle.


Auf der anderen Seite arbeite der FC Bayern akribisch an einer Rückkehr. Der Kontakt habe sich in den vergangenen Wochen intensiviert und man wolle alles daran setzen, um Kroos wieder zurückzuholen. Sollte sich Kroos dafür entscheiden, Real zu verlassen, seien die Verantwortlichen durchaus verhandlungsbereit - im Raum stehe allerdings eine Ablösesumme von etwa 100 Millionen Euro. 


Wieso eine Kroos-Rückkehr zum FC Bayern unwahrscheinlich ist


Wahrscheinlich ist solch ein Transfer aus zweierlei Gründen nicht: Einerseits fahnden die Münchner überwiegend nach jungen Spielern, ein 30-Jähriger würde - auch in Betracht der angeblichen Ablöseforderungen - kaum ins Bild passen, wenn eine neue Generation aufgebaut und gefördert werden soll. Andererseits hat Kroos mehrfach gegen die Münchner nachgetreten, beispielsweise in seinem Dokumentarfilm

In München erlebte Kroos zweifelsfrei den Aufstieg in die Weltklasse, nachdem er bereits bei Bayer Leverkusen herausragende Leistungen zeigte. In Madrid, wo er sich deutlich wohler fühlt als an der Säbener Straße, wurde er noch besser und gewann unter anderem dreimal in Folge die Champions League. Trotz des Bankplatzes gegen Manchester City und der Auswechslung gegen Betis dürfte er keine Sekunde daran denken, Real ausgerechnet für Bayern zu verlassen.


Außerdem benötigen die Münchner keinen Spielmacher, denn der steht bereits in den eigenen Reihen. Thiago ist derzeit zweifelsohne der beste Bayern-Akteur und bringt sich stark für eine Vertragsverlängerung ins Gespräch. Der Spanier dürfte in den kommenden Jahren gemeinsam mit Joshua Kimmich die Mittelfeld-Achse bilden - daran gibt es keinen Zweifel, solange Hansi Flick Trainer bleibt. Wenn, dann dürften die Verantwortlichen eher einen Außenverteidiger, einen Flügelspieler und einen offensiven Mittelfeldspieler verpflichten, aber keinen Toni Kroos. Insofern dürfte es sich nur um ein haltloses Gerücht handeln, von denen besonders in Spanien viele gestreut werden.