Die Tage von ​Werder-Coach Florian Kohfeldt sind womöglich noch lange nicht gezählt. Ein gemeinsamer Abstieg aus der ​Bundesliga und ein Wiederaufbau in ​Liga zwei sind durchaus realistisch. Das bestätigte Marco Bode gegenüber der Frankfurter Rundschau

​"Mit Sympathie und nettem Gerede gewinnt man keine Punkte", "der Verein ist immer größer als der Trainer" - so und so ähnlich klingen etliche Kommentare jener Werder-Fans, die bereits seit einigen Wochen die Entlassung ihres Cheftrainers fordern. Doch die grün-weiße ​Werder-Familie hält zusammen. Die Verantwortlichen, das Team sowie eine Breite Masse der Anhänger stehen weiterhin hinter Kohfeldt. 

​Bis dato ist man der festen Überzeugung, in Kohfeldt den Richtigen gefunden zu haben. Ein bodenständiger und sympathischer Trainer, der gewisse Parallelen zu Jürgen Klopp aufwirft. Doch Kohfeldt befindet sich mit seinem Klub derzeit in einer großen Krise. Im schlimmsten Fall steht der erste Abstieg seit genau 40 Jahren bevor. 

Marco Bode

Marco Bode (50) steht weiterhin hinter Coach Florian Kohfeldt

Und genau den kann sich Werders Aufsichtsrat-Vorsitzender Bode gemeinsam mit Kohfeldt vorstellen. "Ja, das kann eine Option sein", verriet er der Frankfurter Rundschau und zeigte sich gleichzeitig kämpferisch: "Aber ich möchte betonen, dass wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auch nur im Ansatz einen Abstieg akzeptieren würden."

​Sollte es früher oder später allerdings dazu kommen, dass man den Abstieg in Bremen akzeptieren muss, dürfte man mit einer öffentlichen Bestätigung rechnen. "Es kann sein, dass es zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich auf eine solche Entscheidung hinausläuft", so der 50-Jährige.


​Thomas Schaaf keine Option

Die Variante, dass Ex-Coach ​Thomas Schaaf bis zum Saisonende als Interimstrainer das Ruder übernimmt, ehe man mit Kohfeldt in Liga zwei den Umbruch und Wiederaufstieg anginge, sei laut Bode allerdings keine Option. Somit bleibt Schaaf, der mit den Hanseaten 2004 das Double gewann, als Technischer Direktor tätig.