​Auch rund zwei Wochen nach dem Rücktritt von Jürgen Klinsmann kehrt bei ​Hertha BSC keine Ruhe ein. Vom Ex-Trainer wurde in dieser Woche ein Protokoll veröffentlicht, in dem er vor allem ​die Klubführung scharf kritisiert. Geschäftsführer Michael Preetz hat die Vorwürfe wenig später als "​perfide und ungehörig" zurückgewiesen. In dieser ​turbulenten Phase versucht sich Klinsmann-Nachfolger Alexander Nouri mit seiner Mannschaft voll und ganz auf das Auswärtsspiel am Freitagabend bei ​Fortuna Düsseldorf zu konzentrieren.


"Ich hatte noch gar keine Zeit, das alles im Detail zu lesen - wenn ich von meinen Spielern vollen Fokus auf das Spiel verlange, muss ich das auch vorleben", erklärte Nouri auf der Pressekonferenz am Mittwoch. "Mich interessiert aktuell nur dieses Spiel." Die Partie in Düsseldorf bezeichnete der Übungsleiter als spannende Aufgabe. "Wir wollen das Spiel am Freitagabend gewinnen, so gehen wir die Aufgabe ganz klar an und das ist unsere Marschroute", betonte der Interimstrainer.


Stark und Ascacibar gesperrt


Bei den Rheinländern sei die Handschrift des neuen Cheftrainers Uwe Rösler durchaus erkennbar. "Düsseldorf hat sich aus der neuen Formation eine gute Balance erarbeitet", sagte Nouri. "Sie kommen viel über die Außenpositionen und schlagen viele Flanken." Personell kann der 40-Jährige gegen den Relegationsplatzinhaber fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Niklas Stark und Santiago Ascacibar fehlen gelbgesperrt.

Nach der 0:5-Klatsche gegen den 1. FC Köln könnte Nouri nicht nur aufgrund der Sperre von Stark seine Formation verändern. Statt auf ein 3-5-2-System könnte der Hertha-Coach auf eine 4-4-2 bzw. 4-2-3-1-Formation setzen. 


Zwischen den Pfosten steht wie gewohnt Rune Jarstein. Heiße Kandidaten für die Innenverteidigung sind Karim Rekik und Dedryck Boyata. Gegen die schnellen Flügelspieler der Fortuna könnte Nouri auf den Abwehrseiten Lukas Klünter (rechts) und Maximilian Mittelstädt (links) aufbieten. Für die Besetzung der Doppelsechs stehen auch ohne den gesperrten Ascacibar einige Alternativen zur Verfügung. Denkbar ist, dass Arne Maier und Per Ciljan Skjelbred das Vertrauen erhalten.


Doppelspitze mit Piatek und Cunha

Für Tempo auf den offensiven Außenbahnen könnten Dodi Lukebakio (links) und Marius Wolf (rechts) sorgen. Die Doppelspitze wird aller Voraussicht nach erneut von den beiden Winterneuzugängen Krzysztof Piatek und Matheus Cunha gebildet, wobei Letzterer etwas hängend agieren könnte.


Die voraussichtliche Hertha-Startelf im Überblick: