​Seine schwere Verletzung (Wadenbeinbruch) im September letzten Jahres war ein Schock für den ​HSV und alle, die es mit diesem Klub halten. ​Jan Gyamerah, im Sommer ablösefrei aus Bochum geholt, war bis dahin nämlich einer der Erfolgsgaranten des gelungenen Starts der Rothosen in ihre zweite Spielzeit in Liga 2. Fast schon symbolisch ging dann auch das Hamburger Stadtderby (ohne ihn) verloren - die erste Saisonniederlage für den HSV. Doch das Ende der Leidenszeit ist nicht mehr weit.


Denn am gestrigen Mittwoch konnte "Gyambo", wie er von allen in Hamburg nur genannt wird, fast das komplette Mannschaftstraining mitmachen. Und zwar ohne Probleme. Erst beim abschließenden Trainingsspiel ließ ihn Dieter Hecking außen vor - stattdessen absolvierte der Außenverteidiger eine individuelle Einheit. 


Gyamerah voll im Zeitplan


Damit liegt der 24-jährige gebürtige Berliner voll im Zeitplan. Dass er nochmal in das Liga-Geschehen eingreifen könnte, diese Hoffnungen hatten die HSV-Verantwortlichen eigentlich nie aufgegeben. Die Frage war nur stets, wann dies der Fall sein würde. Jetzt, mit "Gyambos" fast vollständiger Rückkehr in das Mannschaftstraining kann man den Streif am Horizont fast schon ausmachen. Für Aue ist der Rechtsverteidiger logischerweise noch keine Option. Auch das eine Woche später stattfindende Heimspiel gegen Jahn Regensburg dürfte für ihn noch zu früh kommen. Wie wohl auch das Spiel in Fürth (13. März). Richtig knifflig wird es dann für Hecking anlässlich des Spitzenspiels gegen Arminia Bielefeld. Das findet am 21. März im Volksparkstadion statt. 


Die Sache ist: am Wochenende darauf finden wegen der Länderspielpause keine Liga-Spiele statt. Gut möglich, dass der Coach gegen die Arminia nichts riskiert, und Gyamerah lieber noch zwei Wochen länger Erholungszeit zugesteht. Wobei dies nicht zuletzt auch ein wenig von der dann herrschenden sportlichen Lage der Hamburger abhängt. 


"Gyambo" beim Hit in Stuttgart wieder mit von der Partie?


Erst am 6. April - bei einem neuerlichen Spitzenspiel, diesmal dann in Stuttgart - nimmt die Liga dann ihren Betrieb wieder auf. Bei anhaltender gesundheitlicher Genesung, wie sie sich zur Zeit darstellt, sollte Gyamerah bis dahin eigentlich fit und belastungsfähig genug sein, um ohne schlechtes Gewissen wieder ins Rennen geworfen zu werden. Ein Spitzenspiel zweier Aufstiegskandidaten vor sicherlich ausverkauftem Haus in Stuttgart - sicherlich nicht der schlechteste Rahmen für eine Rückkehr nach so langer Verletzungspause.