​Mit einem 3:2-Sieg konnte sich ​Bayer Leverkusen glücklich gegen ​Union Berlin durchsetzen. Die Werkself startete schwach in die Partie und ging früh in Rückstand. Die folgende Systemumstellung setzten die Spieler ohne Anweisungen ihres Trainers um.


Trainer Peter Bosz ist ein wahrere Taktikfuchs. Der Übungsleiter von Bayer Leverkusen besticht immer wieder durch große Raffinesse, was die Grundausrichtung seiner Schützlinge angeht. Gewisse Qualitäten haben die Spieler augenscheinlich übernommen.


Für das Auswärtsspiel gegen Union Berlin stellte der Niederländer seine Mannschaft in einem System mit Dreierkette auf. Jonathan Tah, Sven Bender und Edmond Tapsoba bildeten das Abwehrzentrum. Als die Werkself aber überhaupt nicht in die Partie kam und sich ein frühes Gegentor fing, wechselten die Spieler auf eigene Faust die Grundaufstellung.


Sven Bender machte die Ansage


Nach knapp zwanzig Minuten formierte sich der Defensivverbund der Gäste in einer Viererkette. Sven Bender rutschte ins Mittelfeld. Dafür übernahmen Wendell und Mitchell Weiser die Außenpositionen. In Folge stabilisierte sich die Mannschaft und drehte das Spiel am Ende. Laut Stürmer Kevin Volland hing die Entscheidung allein an Leverkusens Abwehrchef.

Lars Bender ,Sven Bender

Die Bender-Zwillinge stellten ihre Mannschaft kurzerhand um



"Es war von vornherein klar, dass Sven das frei entscheiden darf, ob er ins Mittelfeld rutscht oder in der Abwehr bleibt", so der 27-Jährige nach der Partie von der Bild zitiert. Kapitän Lars Bender war bewusst, dass die Werkself nur mit einer Umstellung ins Spiel finden würde. "In den ersten Minuten haben wir gemerkt, dass wir so nicht richtig Zugriff bekommen.“


Trainer Peter Bosz hatte an den Maßnahmen auf dem Feld keinen großen Einfluss. Er ließ seine Spieler gewähren und freute sich nach dem Schlusspfiff über das Ergebnis. "Plan B nennen wir das", so der Übungsleiter.