Zumindest theoretisch wäre dieses beschriebene Tauschgeschäft ein spektakulärer Deal: Bei der Suche eines neuen Mittelstürmers soll sich der ​FC Barcelona in Lautaro Martínez von Inter Mailand verguckt haben. Aus Italien wird berichtet, dass er nur zu den Katalanen gehen könnte, wenn im Gegenzug Antoine Griezmann mitsamt einer weiteren Ablösesumme kommen würde.


Eine kuriose Idee, die wohl schneller im Sand verlaufen dürfte, als es einigen Beobachtern des Fußball-Geschäfts lieb ist. Nachdem Luis Suarez und ​Ousmane Dembele noch länger ausfallen, möchte der FC Barcelona ​im Sturm nachrüsten. Lautaro Martinez, seit dem Sommer 2018 für Inter Mailand auf Torejagd, soll ins katalanische Visier geraten sein. Der 22-jährige Angreifer kann bislang auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. 


Griezmann als Teil des Martinez-Tausches? Inter-Stürmer wohl ohne Wechsel-Gedanken


Die italienische Tuttosport berichtet nun, dass dieser Wechsel zumindest in der Theorie nicht ausgeschlossen sei. Um Martinez ziehen zu lassen, würde man allerdings - neben der obligatorischen Ablösesumme - Antoine Griezmann als Ersatz fordern. Ein spektakuläres Tauschgeschäft wäre dieser gegenseitige Transfer definitiv, allerdings ebenso fraglich wie kurios. Auch wenn Griezmann seit seinem Wechsel nicht wirklich konstant im Barca-Trikot zu überzeugen weiß, erscheint es unwahrscheinlich, dass man sich schon nach dem ersten Jahr von ihm trennen wollen würde. Satte 120 Millionen Euro hatte man immerhin für ihn an Atletico Madrid gezahlt.

Antoine Griezmann

An seine beständig guten Leistungen konnte Griezmann bislang nicht anknüpfen



Auch der vorzeitige Abgang von Martinez bei Inter (Vertrag bis 2023) erscheint derzeit unwahrscheinlich zu sein. "Er ist sehr jung und er verbessert sich stetig. Er ist nur daran interessiert, dass ruhmvolle Trikot von Inter zu tragen", erklärte Mailands Geschäftsführer Beppe Marotta gegenüber Sky Sport Italia (via Goal.com). Demnach gebe es auch keinen Grund, sich hinter anderen Klubs zu verstecken: "Spieler können nur gehen, wenn sie um eine Freigabe bitten."


Auch wenn Lionel Messi an einer spielerischen Zusammenarbeit mit seinem Landsmann Martinez interessiert sein soll, wird man ihn wohl nicht in allzu naher Zukunft im Trikot von Barcelona sehen - jedenfalls nicht durch einen etwaigen Transferdeal wie dieser thematisierte Tausch mit Griezmann. 


Barca braucht Einnahmen für Martinez-Transfer


Martinez soll in jedem Fall eine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert haben, die im Sommer für einen Monat gezogen werden kann. Kostenpunkt: 111 Millionen Euro. Spekulationen um einen Griezmann-Tausch branden wohl auch auf, weil Barca Einnahmen generieren müsste, um nicht mit den Financial-Fairplay-Regularien zu kollidieren. Dass die UEFA durchaus gewillt ist, auch namhafte Klubs zu bestrafen, zeigte sie jüngst bei Man City.


Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Barca-Führung derzeit auf dem Transfermarkt eine alles andere als glückliche Figur abgibt. Martinez dürfte zwar weiter Wunschziel für die Suarez-Nachfolge bleiben, ein Abgang von Griezmann in diesem Zusammenhang bleibt aber fraglich. Schließlich würde man sich dann die nächste Transfer-Pleite eingestehen müssen. Und von denen gab es in jüngster Vergangenheit so einige in Can Barca.