Im eigenen Stadion ließ Borussia Dortmund dem Gegner aus Frankfurt keine Chance. Gegen die Eintracht setzte sich Schwarz-Gelb mit 4:0 durch und überzeugte mit einer starken Abwehrleistung.


Nach dem Experiment in Leverkusen wechselte Lucien Favre vom 4-1-4-1 auf das zuvor praktizierte 3-4-2-1-System zurück. Der Schweizer nahm zusätzlich in der Dreierkette und im zentralen Mittelfeld zwei entscheidende Änderungen vor: Einerseits begann Lukasz Piszczek anstelle von Manuel Akanji, andererseits vertrat Emre Can den verletzten Julian Brandt an der Seite von Axel Witsel in der Zentrale.


Piszczek macht Dampf


Die Dreierkette um Piszczek, Mats Hummels und Dan-Axel Zagadou funktionierte einwandfrei, gerade Piszczek und Zagadou ließen zahlreiche Angriffe der Frankfurter über die Außenbahn im Keim ersticken. Routinier Piszczek, der in der 33. Minute das 1:0 erzielte, trieb das Dortmunder Offensivspiel zudem mit vielen Balleroberungen in der Nähe des Mittelkreises voran und blieb somit nicht nur vor dem eigenen Sechzehner Herr der Lage. Im Umschaltspiel bediente der Pole immer wieder Achraf Hakimi, der an der Seite von Thorgan Hazard für Gefahr über die rechte Angriffsseite sorgte.


Zagadou und Can - zwei wichtige Bausteine


Auch Zagadou stellte seine bestechende Form eindrucksvoll unter Beweis. Timothy Chandler war auf dem rechten Flügel nahezu chancenlos, zu geschickt setzte der junge Franzose seinen robusten Körper ein. In der Rolle des linken Innenverteidigers blüht Zagadou auf, befindet sich nach überstandenem Muskelfaserriss wieder in starker Verfassung. So führt kaum ein Weg an ihm vorbei. Zwölf Balleroberungen und auch die starke Passquote von 94,8 Prozent sprechen für sich.

FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-FRANKFURT

    Fels in der Brandung: Dan-Axel Zagadou (l.) war wieder einmal einer der besten Akteure auf dem Platz



Nach seinen ersten beiden Auftritten gegen Bremen und Leverkusen hat Emre Can bewiesen, dass er kaum Anlaufzeit bei seinem neuen Verein benötigt. Am Freitagabend war der deutsche Nationalspieler nahezu überall auf dem Feld zu sehen, gewann jeden seiner sechs Zweikämpfe, eroberte zehn Bälle und waltete gemeinsam mit Witsel das Spiel aus der Zentrale heraus. Zwar fehlt mit Can die Offensivqualität eines Julian Brandt, dafür gewinnt der BVB an Robustheit und Absicherung im Mittelfeld.


Hummels lobt "viele gute Sachen" und hat keine Angst vor PSG


Es war ein rundum gelungener Arbeitstag für die Dortmunder Borussia, die im Gesamtbild 16 von 21 Zweikämpfen gewann, 17 Torschüsse abfeuerte und nur einen einzigen Frankfurter Schuss zuließ (Daten via Stats Zone). "Wir waren auf allen Positionen heute sehr, sehr konzentriert und engagiert", lauteten die lobenden Worte von Mats Hummels nach dem Schlusspfiff (zitiert via kicker). "Das war außerdem auch keine Zu-Null-Leistung der Abwehr, sondern der gesamten Mannschaft. Allgemein hat es heute viele gute Sachen gegeben", hob der Abwehrchef hervor.


Mit Blick auf das Champions-League-Duell gegen Paris St. Germain ist Hummels optimistisch: "Wir können mitnehmen, dass wir mit dieser Konzentration mit dem Ball, gegen den Ball und mit dieser Aktivität eine sehr gute Chance haben werden." Abende wie der gestrige machen Mut, um gegen das Pariser Starensemble um Neymar und Kylian Mbappé zu bestehen.