In Deutschlands dritter Liga kam es am Freitagabend zu einem rassistischen Zwischenfall. Bei der Begegnung zwischen Preußen Münster und Würzburg wurde Kickers-Profi Leroy Kwadwo von Zuschauern beschimpft.


Nur wenige Tage nach den ​Beleidig​ungen gegen Berlins Jordan Torunarigha im DFB-Pokal, kam es in Deutschland zu einem weitere Vorfall. Das Drittliga-Spiel zwischen Würzburg und Münster musste vor dem Abpfiff unterbrochen werden.


Das Spiel endete 0:0, doch das Ergebnis rückte in den Hintergrund .Der 23-jährige Leroy Kwadwo wurde Opfer von rassistischen Beschimpfungen. Nachdem der Deutsch-Ghanaer die Beleidigungen wahrnahm, informierte er Schiedsrichterin Katrin Rafalski, die das Spiel daraufhin unterbrach.


Stadiondurchsage und Münsteraner Geschlossenheit


Der Youngster war nur schwer zu trösten, doch Fans und Verein regierten vorbildlich. Im Preußen-Stadion wurde eine klare Durchsage gemacht, die durch geschlossene "Nazi raus"-Rufe von den Tribünen bestätigt wurden. "Die Reaktion der Zuschauer war klasse", so Würzburgs Jonas David bei Kickers TV.


Auch Mitspieler Vinzent Müller lobte die Zuschauer für den Umgang mit dem Vorfall. Trotzdem mussten speziell die Kickers mit dem Schock umgehen. "Es ist schade, dass es solche Idioten gibt", so Müller. Trainer Michael Schiele distanziert sich und den Klub ebenfalls klar von Diskriminierung. "So etwas tolerieren wir als Verein nicht. Niemand in Deutschland sollte so etwas tolerieren."


Einige Stunden nach dem Spiel veröffentlichte Kapitän Sebastian Schuppan ein Statement per twitter. "Ich bin immer noch schockiert über diesen Vorfall heute. Mal wieder kamen Affen-Laute von den Rängen. Aber anders als in vielen vorherigen Situationen hat das Stadion sehr gut reagiert. Die Polizei hat ihn festgenommen und ich hoffe, er darf nie wieder ein Fußballspiel besuchen."


Der Täter konnte noch am Abend ausfindig gemacht werden. Erneut zeigten sich die Fans von Preußen Münster solidarisch, als sie die Suche nach dem Mann so gut wie möglich unterstützten. Vom DFB und anderen Profis folgten weitere Reaktionen. 


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