Polen gehört nicht zu den größten Fußballnationen der Welt, nichtsdestotrotz gab und gibt es zahlreiche gute Fußballer, die sich auf der größten Bühne einen Namen gemacht haben. 90min präsentiert eine historische Elf der Rot-Weißen.


Torwart

Jan Tomaszewski,Martin Chivers,Emlyn Hughes

Den Anfang macht Jan Tomaszewski. Der heute 72-Jährige ist 1,93 Meter groß, gewann 1979 in Belgien seinen einzigen Titel mit Germinal Ekeren und war dabei, als die polnische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1974 den dritten Platz feierte. 


Abwehr

Lukasz Piszczek

Den Anfang in der Defensive macht Lukasz Piszczek. Der Rechtsverteidiger gehörte viele Jahre lang zu den absoluten Leistungsträgern bei Borussia Dortmund, steuert langsam aber sicher auf das Ende seiner Profilaufbahn zu. Mit dem BVB feierte er je zwei Meisterschaften und zwei Pokalsiege, das größte Highlight dürfte jedoch das Champions-League-Finale 2013 gewesen sein.


Die Innenverteidigung bilden Jerzy Gorgon und Wladyslaw Zmuda. Das Duo gehörte bei der erfolgreichen WM 1974 zum absoluten Kern der Nationalmannschaft, als Polen 1972 Olympia-Gold holte, war allerdings nur Gorgon mit von der Partie. Gorgon war es auch, der 13 Jahre bei Gornik Zabrze verbrachte, in dieser Zeit sieben Titel gewann. Zmuda sollte jedoch lange Zeit zur Nationalmannschaft gehören und absolvierte stolze 91 Länderspiele.


Auf dem Linksverteidiger-Posten ist mit Antoni Szymanowski ein weiterer Olympiasieger von 1972 dabei. Auch er verbrachte einen Großteil seiner Karriere in Polen und spielte fast zehn Jahre für Wisla Krakau. 


Mittelfeld

Poland v Italy - UEFA Nations League A

Es wäre ein großer Fehler, im Mittelfeld auf Grzegorz Lato zu verzichten. Der ehemalige Präsident des polnischen Verbandes (2008-2012) absolvierte genau 100 Länderspiele, erzielte in dieser Zeit 45 Tore und wurde in den Jahren 1971, 1977 und 1981 zu Polens Fußballer des Jahres gewählt. In seiner Heimat spielte er einzig für Stal Mielec, danach ging es über KSC Lokeren (Belgien) zu CF Atlante (Mexiko).​


Mit Henryk Kasperczak ist ein weiterer Spieler vom Sommermärchen 1974 dabei. Abgesehen von 18 Monaten beim FC Metz verbrachte er seine gesamte Karriere in Polen und wurde 1976 Fußballer des Jahres.


Kazimierz Deyna hat eine interessante Karriere hinter sich. Der ehemalige Kapitän der polnischen Nationalmannschaft spielte unter anderem in den USA und gewann zweimal mit den San Diego Dockers die Soccer Bowl. Allerdings starb Deyna am 01. September 1989 im Alter von nur 41 Jahren.


Abgerundet wird das Mittelfeld von Jakub Blaszczykowski. Der Flügelspieler bildete jahrelang mit Lukasz Piszczek das Herzstück auf der rechten Angriffsseite von Borussia Dortmund, kehrte im Februar 2019 aber wieder in seine Heimat zurück und spielt seitdem für Wisla Krakau. Aktuell steht 'Kuba' bei 108 Länderspielen.


Angriff

Robert Lewandowski

Einer der beiden Stürmer ist Zbigniew Boniek. Der gegenwärtige Präsident des polnischen Fußballverbandes spielte unter anderem für Juventus Turin und die AS Rom und gewann mit Juve den Europapokal der Landesmeister. In seiner Karriere feierte der ehemalige Angreifer neun Titel, 2004 wurde er sogar als einziger Pole in die FIFA 100 gewählt.


Robert Lewandowski darf allerdings nicht fehlen. Der Torjäger des FC Bayern München gilt seit vielen Jahren als einer der komplettesten und besten Stürmer der Welt. Für die Nationalmannschaft traf er in 112 Länderspielen 61 Mal, für die Bayern war er sogar schon 226 Mal in 272 Spielen zur Stelle. Lewandowski hat mit Abstand die meisten Titel gewonnen, wurde unter anderem siebenmal deutscher Meister und dreimal Pokalsieger. Nicht zuletzt wurde er allein in der Bundesliga viermal Torschützenkönig.